Der Funke springt über

Das Signal von Kandel: Bürger formieren auch im Westen ihren Protest

31.01.18
Scheu vor Anfeindungen verloren: Demonstrierende Frauen im pfälzischen Kandel Bild: pa

Der Bürgerprotest gegen die Asyl- und Zuwanderungspolitik wird stärker. Kommunalpolitiker sehen die Stimmung kippen.

Es scheint, als lebten sie in verschiedenen Welten. Während die SPD bei den Koalitionsverhandlungen auf einen noch umfangreicheren Familiennachzug für Asylsucher drängt, dringen geradezu verzweifelte Hilferufe von der Basis nach oben. Die „Integration“ scheitert immer offensichtlicher, für Salzgitter, Cottbus Wilhelmshaven und Delmenhorst gelten bereits Zuzugssperren für Asylsucher, das sächsische Freiberg meldet ebenfalls: Wir können nicht mehr. Der Vizechef der Essener SPD, Karlheinz Endruschat, schlägt Alarm: Der große Stadtteil Altenessen „droht zu kippen“.
Der Aufruhr in Cottbus sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Nun versammelten sich auch im pfälzischen Kandel mehr als 1000 Menschen, um gegen die Asyl- und Zuwanderungspolitik der etablierten Parteien zu demonstrieren.
Kandels SPD-Bürgermeister aber hat sich auf die Seite eines Häufchens „Antifaschisten“ gestellt, welches die Kund- gebung lautstark störte (siehe S. 5). Diese Reaktion ist bezeichnend.
Die Art, in welcher der wachsende Protest gegen die Asylpolitik und die offenen Grenzen niedergemacht und diffamiert wird, ist geprägt von einer herrischen Geste. Zwar mögen Politik und tonangebende Medien den Bürgern gerade noch zugestehen, Angst zu haben und persönliche Nöte hinsichtlich ihrer sich rasant verändernden Umgebung zu äußern. Sobald die Bürger ihre Furcht und auch ihren Zorn aber mit konkreten politischen Forderungen verknüpfen, sind ihnen aggressive Anfeindungen von oben sicher: Missstände und Ängste würden „instrumentalisiert“, heißt es dann, und „rechtes Gedankengut“ vertreten, als sei das per se bösartig. Auch die plumpe Nazi-Keule hängt stets griffbereit.
Doch der Protest wird dessen ungeachtet zunehmend offen und couragiert vorgetragen. Die Probleme brennen an viel zu vielen Orten viel zu sehr. Eine stetig wachsende Zahl von Deutschen verliert daher ihre Scheu vor falschen Anschuldigungen und macht ihrem Ärger Luft. Von den meisten Medien wird dies als „besorgniserregende Entwicklung“ gewertet. Doch man kann es auch ganz anders sehen.
Es ist das Wesen einer lebendigen Demokratie, dass Bürger nicht nur über ihre Nöte klagen, sondern offensiv Veränderung fordern, wenn die politische Führung in ihren Augen versagt. Der vor allem von Frauen dominierte Marsch von Kandel ist dabei von besonderer Signalwirkung. Denn nun sind es nicht mehr nur die Deutschen in den neuen Bundesländern, die − noch geübt durch ihre Friedliche Revolution von 1989 − auf die Straße gehen.
Der Funke ist auf den Westen übergesprungen. Anders als aufgeschreckte Politiker es an die Wand malen, wird dieser Funke die Demokratie keineswegs erschüttern. Dieser demokratische Aufbruch macht das Land und die Demokratie stärker.      Hans Heckel


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Kommentare

winfried kuhl:
16.02.2018, 22:33 Uhr

Der Krieg kommt sowieso, ob Merkel ihn nun will oder nicht. Dafür sorgen schon die, die sich gerade in München treffen.
Merkel hat nur den Auftrag, vorher noch möglichst viele Afrikaner und Moslems anzuschaffen, die dann, zusammen mit den nach dem Krieg noch übriggebliebenen Europäern, die neue semi-negroide dumme Sklavengesellschaft bilden sollen. Früher war so eine Zukunftsvision noch Utopie, heute steuern wir genau darauf zu. Und wie es aussieht, gibt es schon lange kein zurück mehr...


Karl Martell:
2.02.2018, 00:05 Uhr

Passend zur derzeitigen Politik (eigentlich schon immer) höre ich mir immer Reinhard Mey's "Das Narrenschiff" an.
Danke für den guten Artikel.


Albert Nola:
1.02.2018, 10:43 Uhr

@Bernhard von Schönborn -
"Deutschland schafft sich selber ab!" Aber anders als Sie meinen. Wir Europäer müssen zwischen Pest und Cholera wählen: demografischer Tod oder islamische Unterwanderung!


Bernhard von Schönborn:
1.02.2018, 00:58 Uhr

Deutschland schafft sich selber ab

11. Januar 2016


Der schnelle Weg zur Islamisierung des deutschen Staates
(Im Internet: Der
Prophet des Islam )
Gedanken eines deutschen Bürgers

Frau Merkel steuert auf den islamischen Eisberg zu. Der deutsche Michel schaut
hypnotisiert zu.
In Deutschland gilt: "Ich habe mein Auto, mein Konto, mein Fernseher, mein
Bier, den Fußball und fast food"! Über die deutsche Verarmung, über
Obdachlose, über sinkende Renten, unverhältnismäßiges Steuerwachstum, über
immer mehr kinderlose Ehen oder Lebensgemeinschaften, über Straßenkinder,
wachsende Kriminalität etc. spricht unsere Regierung nicht. Wir haben neben
den USA die beste Demokratie. In einer richtigen Demokratie gibt es aber keine
Maulkorbpolitik. Die sogenannte Demokratie ist einfach nur
der Casinokapitalismus (Wie es bereits Hainer Geißler sagte).


Hans-Joachim Nehring:
31.01.2018, 15:33 Uhr

Wollen wir doch Klartext sprechen. Ein "Weiter so" mit Schulz und Merkel und der bisherigen Asylpolitik ist völlig ausgeschlossen. Die etablierten Politiker sitzen mit Personenschutz und "Dicker Marie" an ihren Futterkrippen und schwadronieren von Bereicherung durch Zuwanderung, die bunte Welt des Multi-Kulti und pressen den deutschen Bürgern ihr schwer verdientes Geld mittels Steuern aus den Rippen. Die Geduld von Otto Normalo und Lieschen Müller ist aufgebraucht. Nicht mal Gewalttäter können die Gutmenschen aus unserem Land ausweisen Es reicht, es reicht wirklich.


Albert Nola:
31.01.2018, 12:06 Uhr

@Hans Heckel - "Die Art, in welcher der wachsende Protest gegen die Asylpolitik und die offenen Grenzen niedergemacht und diffamiert wird, ist geprägt von einer herrischen Geste." Wir reden am eigentlichen Problem dabei! Orban sagt zu Recht: wir wollen Zuwanderung, das alternde Europa braucht Zuwanderung, aber keine islamische! "Kandel ist überall. Wir wollen Schutz und Sicherheit!" Vor wem, sagen diese Frauen nicht!


Hans Osterwald:
31.01.2018, 11:04 Uhr

Hallo, Wir brauchen noch 10 Millionen Asylanten, damit es richtig knallt, damit die West-GUTMENSCHEN Kapieren, das Merkel Krieg will.
MfG


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