Deutschenfeindlichkeit als Motiv
Rassistische Übergriffe und Gewalttaten durch Ausländer nehmen weiter zu
„Rassismus gegen Deutsche“ ist noch immer ein Tabuthema. Dabei gehören Beleidigungen und Gewalttaten von Ausländern zum Alltag in vielen westdeutschen Großstädten. In Bielefeld müssen sich derzeit die „First Class Kanacks“ wegen versuchten Totschlags und versuchten Mordes vor Gericht verantworten und in Berlin beginnt in Kürze der Prozess gegen die U-Bahn-Schläger von Lichtenberg.
Schon seit Längerem fällt die nordafrikanisch-arabische Rappergang „First Class Kanacks“ in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Bünde auf. Es sind dabei nicht nur die gewaltverherrlichenden Texte, die sich auf dem Videoportal Youtube schon über 50000 Jugendliche angehört haben und zu denen die Bandmitglieder sagen, es seien nur lustige Neckereien innerhalb der Hiphop-Szene. Vielmehr sind die jungen Rapper im Alter von 20 bis 23 Jahren auch schon etliche Male als Straftäter in Erscheinung getreten. Wegen Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz mussten sie schon Sozialstunden und Jugendarrest hinter sich bringen. Im örtlichen Jugendzentrum „Atlantis“ haben sie einmal mit über 100 Jugendlichen gemeinsam randaliert. Diese Schlägerei konnte erst die eintreffende Polizei beenden.
Wer nun glaubt, die Probleme mit jugendlichen Intensivtätern seien allein auf soziale Umstände und eine altersbedingte Aggressivität zurückzuführen, übersieht ein wichtiges Detail. Die „First Class Kanacks“ stehen gerade wegen zwei schwerer Gewalttaten aus dem Jahr 2010 vor dem Landgericht Bielefeld. Im Juli 2010 sollen sie in Bünde einen 29-jährigen Mann fast totgeschlagen haben. Das Opfer überlebte nur dank der Gewissensbisse von einem der vier Rapper. Drei Monate später verletzten dann drei Gangmitglieder zusammen mit dem Komplizen Raschad A. (23) drei Passanten schwer und beleidigten sie als „Kartoffelfresser“ und „Scheiß-Deutsche“. Vor Gericht versuchten sie, diese zweite Tat auf Mitglieder des Sportvereins „Türk Sport Bünde“ abzuwälzen. Bei der ersten Tat schoben sie sich gegenseitig die Schuld zu. Bemerkenswert ist der Hass auf Deutsche während dieser Angriffe. Der Öffentlichkeit fällt es jedoch schwer, dieses vulgär zum Ausdruck gebrachte Motiv anzuerkennen. Andrea Dernbach vom „Tagesspiegel“ meint, Rassismus sei immer „der Vorwurf der Unterdrückten an die Adresse der Unterdrücker, der Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse gegen deren Nutznießer“. Ausländer würden in Deutschland aber keine Macht besitzen und könnten somit auch nicht durch rassistische Taten in Erscheinung treten. Die Realität auf einigen Schulhöfen, auf denen die Kinder von zumeist muslimischen Einwanderern die Mehrheit stellen, sowie in U-Bahnhöfen mancher westdeutscher Stadtviertel spiegelt diese Sichtweise nicht wider. Das zeigt auch der „Fall Lichtenberg“. Vor wenigen Tagen sind Einzelheiten aus der Anklageschrift gegen die vier ausländischen Täter im Alter von 14 bis 17 Jahren bekannt geworden. Diese hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt, weil sie im Februar einen Maler im U-Bahnhof Lichtenberg ins Koma schlugen und traten. Seit Ende 2010 sind die Jugendlichen mehrfach auf Deutsche losgegangen und bezeichneten sie als „Scheiß Nazis“, „Scheiß Deutsche“ beziehungsweise „Hurensöhne“. Bei ihrer schwersten Tat riefen sie „Wir hassen Deutsche“. Trotz dieser Fälle ist Deutschenfeindlichkeit statistisch nur schwer zu fassen, weil sie im Gegensatz zu politisch motivierter Gewalt von links und rechts nicht erhoben wird. Zwar geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor, dass Ausländer überproportional häufig Straftaten begehen, aber die Aufschlüsselung nach Motiven lässt zu wünschen übrig. Somit ist man auf Schilderungen wie etwa von der Journalistin Regina Mönch von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ angewiesen. Sie betonte Anfang dieses Jahres: „Immer häufiger übernehmen türkische und arabische Jugendbanden mit gefährlichen Überlegenheitsfantasien das Kommando auf unseren Schulhöfen. Andere Mitschüler sind für sie Schweinefleischfresser und Hurenkinder. An den Schulen herrscht Angst.“
Für die Publizisten Michael Paulwitz und Götz Kubitschek, die gerade im Verlag Edition Antaios das Buch „Deutsche Opfer, fremde Täter“ herausgebracht haben, ist die Deutschenfeindlichkeit eine existenzielle Bedrohung, weil sie die Betroffenen zu Flucht oder Anpassung zwingt. Für einen deutschen Schüler in einem „Problemviertel“ bedeutet dies ganz konkret, dass er entweder sein Wegegeld gegenüber der türkischen Jugendbande entrichtet oder die Schule wechseln muss, um der drohenden Alltagsgewalt zu entfliehen. Um solcherlei Fälle besser im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, hat der Verlag eine Chronik über Ausländergewalt im Internet ins Leben gerufen. Auf der Internetseite „deutscheopfer.de“ werden fortan die bedeutendsten Fälle systematisch dokumentiert und auf einer Karte visualisiert, damit sich irgendwann auch die Statistik für die Deutschenfeindlichkeit als Tatmotiv interessiert. Felix Menzel
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Wenn Anders Behring Breivik dies bekannt gewesen wäre, hätte er vielleicht umdisponiert. Aber Bünde darf noch hoffen!