Die irre Welt der »Flüchtlingshelfer«

Bunt, oberflächlich und vor allem weiblich – eine Studie erforscht erstmals die Willkommenskultur-Szene

16.12.16
„Sommer des Willkommens“: Für Politik interessieren sich die wenigsten „Flüchtlingshelfer“. Das Gemeinschaftsgefühl und die emotionale Erfahrung ist ihnen wichtig Bild: action press

Rund 75 Prozent der „Flüchtlingshelfer“ sind weiblich. Viele haben studiert und arbeiten in gut bezahlten Berufen. Nachdenken über ihre Helfertätigkeit tun sie trotzdem kaum.

Vom „Sommer des Willkommens“, vom „nie zuvor gesehenen Engagement für Geflüchtete“ ist die Rede. Aus ihren Sympathien für ihr Studienobjekt machen die Wissenschaftler vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung keinen Hehl. Trotzdem bietet ihre kürzlich veröffentlichte Studie erstmals einen Blick darauf, welche Menschen in der Flüchtlingshilfe aktiv sind und was sie antreibt. 2291 Personen wurden im November und Dezember 2015 befragt. Ein Viertel von ihnen war mehr als zehn Stunden in der Woche für das Asylsucher-Wohl im Einsatz. Behördengänge, Deutschunterricht, Fahrdienste und Organisatorisches wurden übernommen. Zu elf Prozent waren es Studenten, zu 50 Prozent Berufstätige und zu etwa 20 Prozent Rentner. Ein wichtiges Ergebnis der Studie: Die „Flüchtlingshilfe“ ist weiblich. Rund 75 Prozent sind Frauen, In der Gruppe der unter 50-Jährigen steigt ihr Anteil sogar auf 80 Prozent. In einer vorhergehenden Studie aus dem Jahr 2014 zeigte sich zudem, dass viele Helfer über Abitur und Studium verfügen. Wirtschaftlich waren sie in einer relativ sicheren Position.
Ob sich diese gebildeten Menschen manchmal fragen, welche Folgen ihr Tun hat? Kommen sie ins Grübeln bei der Frage, welches Land sie ihren Töchtern und Söhnen hinterlassen, nachdem sie hunderttausenden Zuwanderern mit archaischem Frauenbild und höhlenmenschenartigem Gewaltverständnis so liebevoll die Fremde heimisch gemacht haben? Wundern sie sich, wenn ihre angeblich kriegsbedrohten Schützlinge genau dorthin in den Urlaub fahren, von wo sie hergekommen sind? Ist ihnen die ebenso schlichte wie kluge Aussage des Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedmann (1912–2006), bekannt? Man kann einen Sozialstaat haben, man kann auch offene Grenzen haben, aber man kann nicht beides zugleich haben, hat er festgestellt.
Politik interessiert die Helfer kaum, besagt die Studie. Die emotionale Erfahrung ist ihnen wichtig oder sogar sehr wichtig. Das Gemeinschaftsgefühl untereinander sei ein besonders großer Motivationsfaktor, finden 92 Prozent der Befragten. Auch andere Gefühle scheinen eine Rolle zu spielen. „Mille1010“ hat sich „hochgradig in einen Flüchtling verliebt“, bekennt sie bei GoFeminin, einem Internet-Portal für Frauen des Axel-Springer-Verlages. „Mille1010“ notiert verzückt: „Es ist eine Geschichte wie aus einem Liebesfilm ... Er: 20 ich 36 (sehe aber aus wie 25), ich seine Deutschlehrerin. Zwischen uns hat es gefunkt. Aber gewaltig!“
Derlei Geschichten kennt das Internet mittlerweile in ungezählten Variationen. Die kruden Machos aus dem Morgenland scheinen weibliche Bedürfnisse anzusprechen, für die den sorgfältig feminisierten und genderisierten deutschen Männern mittlerweile der Sinn oder der Mumm fehlt.
Bei anderen Helferinnen ist die Sachlage komplizierter. Viele erzählen von ihrem schlechten Gewissen, sogar wenn sie besonders plumpe und brutale Annäherungsversuche männlicher Asylbewerber zurückweisen. Ist Frau jetzt etwa doch eine Rassistin? Manche versuchen gar, deutsche Schuld aus zwölf Jahren Nationalsozialismus irrsinnige 70 Jahre später in einer ganz persönlichen Sühneaktion abzutragen, etwa durch eine „Schutzehe“, dem „Heiraten zum Zweck der Aufenthaltsgenehmigung“, wie es eine Broschüre harmlos formuliert. Das Internet hält viele solcher detaillierter Ratgeber parat. Dort ist etwa nachzulesen, wie die Ausländerbehörde beim „Scheinehen-Verdacht“ doch noch hinters Licht zu führen ist.
Andere verkneifen sich das Ja-Wort, können aber ebensowenig Nein-Sagen. Der Berliner „Tagessspiegel“ hat Maria S. porträtiert. Sie  kümmert sich meist um 50 bis 100 illegale Zuwanderer. Eine Arbeitsstelle hat sie schon lange nicht mehr. Das Jobcenter finanziert sie. Pfandflaschen, die sie auf dem Oranienplatz sammelt, bessern das karge Salär auf. Die Zähne fallen ihr aus, Zahnersatz bleibt unerschwinglich. Hat sie doch einmal etwas Geld übrig, bezahlt sie dafür Anwälte, die sich auf Asylrecht spezialisiert haben. Sie habe inzwischen das Gefühl, mehr bei den Flüchtlingen zu leben als bei den Deutschen, erklärt sie der Reporterin.
Einer deutschen Bevölkerungsgruppe bleibt derlei grenzenlose Hilfsbereitschaft anscheinend völlig fremd. Auch dies ist ein Ergebnis der Studie des Berliner Institutes. Der Anteil muslimischer Mitbürger an den „Flüchtlingshelfern“ beträgt nur 2,5 Prozent und war damit im Vergleich zu einer Umfrage aus 2014 sogar noch geschrumpft.          Frank Horns


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Kommentare

Uwe Fritz:
27.02.2017, 06:28 Uhr

Vor ein paar Wochen unterhielt ich mich mit ein paar Leuten. Einer meinte er hätte einiges an gut erhaltener Kleidung die er abgeben wollte und diese einem Asylheim anbot. Die Abtwort: Unsere Flüchtlinge tragen nur NEUE, ungebrauchte Kleidung!Hu? Ich glaube das geht nur in Deutschland... Wenn ich mir anschaue das eine 80 jährige Rentnerin kaum von Ihrer Rente leben kann frag ich mich was das soll!


peter meier:
15.02.2017, 15:53 Uhr

Was soll man sagen. Bei den Frauen wird die emotionale Seite (Hilfsbereitschaft) angesprochen, gleichzeitig wirkt die jahrzehntelang eingesetzte Nazikeule und damit ein imaginäres "Schuldgefühl", gleichzeitig wird die "Realität" und das Denken in größeren Zusammenhängen ausgeblendet, begleitet und unterstützt wird alles durch eine unglaubliche, tägliche Gehirnwäsche des Mainstreams.


Aloisius Mente:
4.02.2017, 10:41 Uhr

Die ganze Angelegenheit ruht auf drei Säulen. Da ist zunächst die Politik, wobei wir über die Hintermänner nichts wissen. Dann die erwähnten "guten Helfer", die das flitternde rosa himmelblaue Mäntelchen der Angelegenheit darstellen und m.E. am stabilisierendsten die Geschäftemacher. Als da sind die grossen Sozialkonzerne Caritas..., die Sozial- und Justizbeschäftigten (Sozialarbeiter, Anwälte...) und als wichtigstes wohl die Bauhaie, Vermieter und Betreuungs und Beaufsichtigungsunternehmer. Die dritte Säule dürfte mit den Kommunen gut vernetzt sein, nur so lassen sich die Fantasiekonditionen, die ausgehandelt sind, erklären. Auf diese letzte Säule der Geschäftemacher, sollte man immer wieder hinweisen.


Till Eulenspiegel:
8.01.2017, 17:55 Uhr

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es mit der Hilfsbereitschaft der GutmenschInnen nicht mehr weit her ist. An der Universität meines Sohnes jedenfalls gehen regelmäßig junge (durchaus hübsche) Frauen in den Hörsälen herum und suchen Engagierte, die sich in die entsprechenden HelferInnenlisten eintragen. Gemäß seinen Aussagen beträgt der Anteil der "Aktiven" allerdings weniger als 10%, wobei sich dann die Frage stellt, wie viele von denen überhaupt kommen.
Alexander Gaulandt vollkommen zurecht: Bei den Flüchtlingshelfenden (!) handelt es sich um Nützliche Idioten. Und genau so sehe ich das auch.


Hein ten Hof:
31.12.2016, 16:52 Uhr

Wie immer, genau ins Schwarze getroffen.

Ad hoc fällt mir Wilhelm Busch ein:
"Oftmals paaret im Gemüte, Dummheit sich mit Herzensgüte."

Böse Zungen behaupten, dass die TeddyschmeiserINNEN grösstenteils bezahlt wurden.

Zu den sog. Flüchtlingen: Kein Hund, kein Tier verlässt seine Familie, sein Rudel bei Gefahr und flüchtet, ohne diese bis aufs Äusserste zu verteidigen.

Für diese "SammelsuriumSyrer" ergibt sich da anscheinend nicht der geringste Gewissenskonflikt, ergo befinden sich die Verlassenen nicht in sonderlicher Gefahr.
Die könne ja auch zeitweise im Urlaub besucht werden. Dort kann man sich vom Asylstress erholen und natürlich richtig vor Lachen ausschütten, lachen über diese armseligen Helfer, die im Grunde nichts, aber auch rein gar nichts verstehen.
Alles was hier ankommt ist jung, männlich, gut gekleidet, wohl genährt, neueste Elektronik in der Tasche und alle zusammen gerade dem Friseursalon entsprungen.

Ich möchte nicht ausfällig werden, aber diesen "Helfern" hat irgendjemand ins Gehirn gesch... und selber rühren sie um.


Marie Wiener:
29.12.2016, 00:55 Uhr

Der eine heißt Matthias Eckerle und gibt sich den arabischen Namen "Somen", weil er selbst zur Helferszene gehört und eine Menge über arme gute Flüchtlinge zu berichten weiß.

Der andere namens Christopher Hess schreibt bei der Fuldaer Zeitung Berichte über arme gute Flüchtlinge.
Natürlich schränken beide ihre ungeteilte Begeisterung etwas ein und sortieren ein paar "Böse" aus . Aufgrund der zahlreichen Krimigranten-Vorfälle müssen die werten Systemvertreter natürlich etwas relativieren, um zu verargumentieren, dass die Masse der "Guten" weiterhin in die BRD einreisen kann, um sich dort versorgen zu lassen und automatisch Bürgerrechte zu beanspruchen.

Ohne Personen wie Herrn Eckerle oder Herrn Hess oder die vielen höheren Töchter würden die ganzen vorgeblichen Eigen-Aktionen der Flüchtlinge wie Klagen auf Staatsbürgerschaft, H4, Clannachzug, schöne Wohnungen, die Demos, Sit-ins, die armes-Hascherl-Nummer bei Abschiebung, die Denunziation gegen unwillige Deutsche wohl kaum gelingen.

Leute wie sie bringen den Wirtschaftsmigranten bei, Ansprüche zu stellen und sich gegen Deutsche kriegerisch und kriminell wie Besatzer zu verhalten.

Es ist ein großer Fehler, die Humanitär-SoldatInnen der "Zivilgesellschaft" zu unterschätzen, die das sozial-öffentliche Terrain westlicher Gesellschaften als Kampfgebiet nutzen. Die Politik der rosa Herzchen, Peace-Zeichen, Kindchen-Schemata, Talk-Shows und Home-Stories ist nicht weniger aggressiv als fundamentalistische Einsatzkommandos. Sie funktioniert nur anders.

Leute wie die beiden Personen und die ganzen Sozialdamen sind gemeingefährlich. Auf ihre Medien-Standardwaffen "Diskussion" und "Dialog" sollte man sich nicht einlassen. Es gibt nichts mehr zu diskutieren. Es gilt zu handeln gegen diese Leute durch Abbau staatlicher Pfründen, z.B. im GEZ- Mediensektor oder im Universitäts- und NGO-Sektor, wo die an überflüssigen Kropf-Instituten hochgezüchteten e.V.-Ideologen der Theol-, Psychol-, -Soziol-, Politol-, Pädag- OgInnEN ihr subventioniertes Auskommen finden.


Somen Eckerle:
22.12.2016, 13:52 Uhr

Also ich sage jetzt mal, ich habe mir die Not angeschaut. Es gibt viel Not. Ich hatte mit Geflüchteten zu tun und ich war mit denen zusammen an Sylvester und sie haben die Fenster geschlossen und auch ihre Augen. Ich denke die Bilder aus ihren Heimatländern kamen wieder hoch. Ihre Länder werden in Schutt und Asche gebombt, es geht ums nackte Überleben. Und sicher kommen mit der ganzen Moräne auch Leute mit, die nicht integrierbar sind, die Gewaltphantasien hier ausleben.
Es gibt immer solche und solche, es wird hier halt die KarlMay-Idee von der arabischen Welt verbreitet, dem wilden Araber mit dem Säbel. Der Islam ist eine friedlebene Religion, die auf dem Christentum aufbaut. Es gibt aber leider Fundamentalisten, die sich zu Gott erheben und sich einbilden für Gott zu kämpfen und Ungläubige aus dem Weg räumen zu müssen. Das ist Indokrination. Die gibt es bei uns auch. Ein gesunder Mensch sollte Selbstkritik und Selbstreflektion betreiben. Kulturelle Einflüsse sind nur antrainiert und programmiert. Jeder Mensch sollte über seine eigene Kultur und seine Nationalität hinwegschauen können.


Tom Orden:
21.12.2016, 13:55 Uhr

Tja..., das sind sie also. Die Damen, die kräftig mitgeholfen haben uns und unser Land in die Bredullie zu reiten.
Ich hoffe das sie irgendwann ihre rosarote Brille absetzen, aber ich zweifele daran :-(


ehrentraut stenzel:
20.12.2016, 09:47 Uhr

Während die männlichen Blindgänger nach Fernost fahren ,um ihren Überschuß loszuwerden,haben es diese Gutmenschfrauen viel billiger.Die edlen Ritter ,unverbraucht,sozusagen von Kultur unbeleckt, rammeln diese Sexhungrigen in den 7.Himmel.Vielleicht war das auch Merkels innerster Wunsch,denn sie steht ja an der Spitze der Warteschlange.


Florian Geyer:
19.12.2016, 22:57 Uhr

Die Studiengebiete der Dam_Innen wären noch interessant zu erfahren!
Vermutlich zu 99% sozial-Industrieller Komplex.
In der Freizeit werden da die Probleme geschaffen, die sie dann beruflich und gut bezahlt "lösen".


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