Gezielte Diffamierung?!

Die PAZ bei wikipedia – eine Dokumentation

28.12.11

Gezielte Diffamierung?!

Die PAZ bei wikipedia – eine Dokumentation

 

Wie „Alter Toter Mann“ die PAZ zur „Neuen Rechten“ machte

Es war der 5. Februar 2011, als der ideologische Kampf gegen die PAZ seinen Anfang nahm. Um 23.28 Uhr juckte es dem freiwilligen wikipedia-Autor und von wikipedia als Mentor für neue Autoren akzeptierte Nutzer mit dem Pseudonym „Toter Alter Mann“ in den Fingern, und er ergänzte den Eintrag der PAZ gleich im ersten Absatz um folgenden Satz: „Die Zeitung wird vom Rechtsextremismusforscher Anton Maegerle und dem Historiker Wolfram Wette der Neuen Rechten zugeordnet.“ Wer daraufhin den wikipedia-Eintrag „Neue Rechte“ liest, der erfährt, dass sich diese Gruppierung gegen die Ideen der „Aufklärung, das heißt im politischen Sinne vor allem gegen Vereinzelung,Liberalismus, Universalismus, und Pluralismus wendet“ und dass sie die Idee der Gleichheit aller Menschen ablehne.

 

Kein Hinweis auf Kant, Humboldt und die Aufklärung

Wer die PAZ kennt, weiß, dass derartige Positionen der Zeitung fremd sind, sondern gerade die Bewahrung des Erbes des für die Aufklärung so wichtigen Philosophen Immanuel Kant, des Universitätsgründers Wilhelm von Humboldt und der Toleranzgedanke Friedrichs des Großen das Fundament sind, auf dem die Wochenzeitung aufbaut.

 

Jetzt auch noch Holocaustleugner

Doch das wird im wikipedia-Eintrag zur PAZ nicht berücksichtigt. Ziemlich genau 24 Stunden später fügte „Toter Alter Mann“ am Ende des Beitrags die Rubrik „Wissenschaftliche Rezeption“ hinzu und schrieb folgendes: „Sowohl der Historiker Wolfram Wette als auch der Politikwissenschaftler Anton Maegerle sehen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung ein Publikationsorgan der ,Neuen Rechten‘. Laut Maegerle versuche die Zeitschrift, einen Brückenschlag vom konservativen Spektrum zur rechtsextremen Szene herzustellen. Davon zeugten unter anderem holocaustrelativierende Beiträge, die Forderung nach einem Schlussstrich unter der deutschen Vergangenheitsbewältigung und die große personelle Überschneidung mit anderen neurechten Publikationen und Organisationen.“

 

Und „Bunnyfrosch“ bringt Hitler ins Spiel

Doch anstatt, dass sich jemand bei wikipedia daran störte, fügt der wikipedia-Benutzer mit dem Pseudonym „Bunnyfrosch“ am 7. Februar um 14.07 Uhr folgende Ergänzung hinzu: „Das Handbuch Deutscher Rechtsextremismus charakterisierte die Zeitung 1996 wie folgt: ,Als Organ der LO hat das Ostpreußenblatt seit Beginn seines Bestehens eine aggressive revanchistische Politik propagiert und die Verbrechen des Hitler-Faschismus beschönigt oder gänzlich geleugnet. Es trat und tritt für die Rückgewinnung der ehemaligen deutschen Ostgebiete ein und unterstützt eine Politik der Regermanisierung in diesen Gebieten, während es rassistische Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und Asylsuchende in der BRD betreibt.‘“

 

Löschung der verleumnerischen Zeilen nicht möglich

Erst am 12. April um 10.18 Uhr versucht der Nutzer „Anna Gaul“, die Hinweise auf die „Neue Rechte“ zu löschen, doch noch in derselben Minute wird die Löschung rückgängig gemacht. Weitere Löschungsversuche scheitern ebenso schnell.

 

Hinweis auf linken Hintergrund der „Wissenschaftler“ unerwünscht

Am 16. September versucht der Nutzer „Delfina“ um 18.29 Uhr, den Hinweis auf die „Neue Rechte“ im ersten Absatz konkreter einzuordnen. „Von Wissenschaftlern und Autoren, die auch laut wikipedia der linken Szene nahestehen, wird sie überwiegend der Neuen Rechten zugerechnet“, soll es nun heißen.

 

Korrektur von offensichtlichen Fehlern

Zeitgleich wird vor den Namen des inzwischen nicht mehr amtierenden Sprechers der Landsmannschaft Ostpreußen, Wilhelm v. Gottberg, ein „ehemaliger“ gesetzt. Zudem wird der Nebensatz „der seitdem den Chefredakteursposten innehat“ hinter dem Namen des 2008 ausgeschiedenen PAZ-Chefredakteurs Klaus D. Voss gelöscht. Der Name des nicht mehr für die PAZ schreibenden Autors Jürgen Liminski wird durch den der erst seit einiger Zeit für die PAZ schreibenden DDR-Bürgerrechtlerin und CDU-Politikerin Vera Lengsfeld ersetzt.

 

Hinweis auf linke und linksextreme Autoren des „Handbuches Deutscher Rechtsextremismus“

Der Satz „Im ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ wurde die Zeitung 1996 wie folgt charakterisiert“ wird in „Im ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ herausgegeben von Jens Mecklenburg, der laut amazon zu allen Themen rund ums Essen und Trinken schreibt, wurde das damalige Ostpreußenblatt 1996, die PAZ gab es damals noch gar nicht, wie folgt charakterisiert“ geändert. Zudem wird der Hinweis auf das Handbuch für eine bessere Einschätzung der Seriosität des Werkes wie folgt ergänzt: „Laut dem Handbuch, an dem von den Verfassungsschutzbehörden beobachtete ehemalige PDS-Politiker beteiligt waren, zählen auch der Sozialdemokraten Hans Apel, Otto von Habsburg und der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble zu den dem Rechtsextremismus zuneigendem Personenkreis.“ Und die folgende, unbelegte Behauptung wurde ergänzt: „Diesbezüglich bezieht sich Maegerle auf Beiträge, in denen er holocaustrelativierende Inhalte und eine Forderung nach einem Schlussstrich unter die deutsche Vergangenheitsbewältigung sieht, sowie die personelle Überschneidung mit anderen neurechten Publikationen und Organisationen.“ Neu hinzugekommen ist: „Die PAZ selbst berichtet jedoch immer wieder vom Grauen des Holocaust und rezensiert regelmäßig Bücher von Zeitzeugen, damit der Massenmord an den Juden nicht in Vergessenheit gerät.“

 

Alle Änderungen werden rückgängig gemacht

Alle diese Änderungen werden am 16. September um 7.20 Uhr von „KarlV“ rückgängig gemacht. Am selben Tag um 12.49 Uhr wiederholt „Delfina“ die Änderungen, die bereits eine Minute später von „KarlV“ rückgängig gemacht werden, der zudem „Defina“ wie folgt verwarnt: „Der nächste Revert führt leider zur VM-Meldung [Meldung wegen Vandalismus].“

 

Erneute Änderung eindeutiger Fehler

„Delfina“ versucht am selben Tag um 16.32 Uhr erneut ihr Glück, ändert jedoch nur die rein rational auch ohne großen Beleg falschen Hinweise auf den ausgeschiedenen Chefredakteur Klaus D. Voss und den ausgeschieden PAZ-Autor Jürgen Liminski.

 

Und alles zurück

Bereits um 19.57 Uhr wurden auch diese Änderungen von „Capaci34“ rückgängig gemacht. Dieser gibt „Delfina“ folgenden Hinweis: „Wie du gesehen hast, kann man Wikipedia frei bearbeiten. Tastaturtests, unbegründete Löschungen, Spamlinks, Werbung, Urheberrechtsverletzungen oder Unsinnsbeiträge werden jedoch nicht gern gesehen. Benutze bitte für Experimente die Spielwiese.“

Horst Seehofer findet die PAZ „klar und kantig, in gut preußisch-konservativer-aufklärerischer Tradition“

Am 29. September versucht „Delfina“ ihr Glück erneut und ergänzt den Absatz mit Maegerle und Wette um folgenden Satz: „Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer wiederum lobte die PAZ 2010 dafür, dass sie ,klar und kantig, in gut preußisch-konservativer-aufklärerischer Tradition‘ stehe.“ Als Nachweis setzt „Delfina“ den Link zu dem entsprechenden Zitat von Seehofer im Textarchiv der PAZ.

 

Doch bei wikipedia soll niemand das Seehofer-Lob lesen

Immerhin erst genau einen Monat später um 21.04 Uhr sieht sich „Toter Alter Mann“ dazu berufen, diesen Hinweis mit folgendem Kommentar wieder rückgängig zu machen „Ist der neuerdings Leiter der Persilscheinstelle Süd?“

Am 10. November fügt „Delfina“ um14.41 Uhr das Seehofer-Zitat mit folgender Begründung wieder ein: „An Toter Alter Mann: Wenn Seehofer als Quelle nicht als seriös gilt, warum dann das Handbuch Rechtsextremismus mit Autoren wie PDS-Jelpke?“

 

Ein Kompromiss bei Seehofer

Um 20.21 Uhr macht JosFritz einen Vorschlag zur Güte: „Es handelt sich um eine nicht-wissenschaftliche Einzelmeinung aus einem Grußwort. Ich bezweifle, dass Horst Seehofer die PAZ je gelesen hat.“ Fortan steht das Seehofer-Zitat unter der neuen Rubrik „Grußwort“.

 

Hinweis auf linken Hintergrund der PAZ-Ankläger scheitert erneut

Am 18. Oktober um 17.54 Uhr wagte „Delfina“ die nächste Änderung des Satzes „Von wissenschaftlicher Seite wird sie überwiegend der ,Neuen Rechten‘ zugerechnet“ in „Von Wissenschaftlern und Autoren, die auch laut wikipedia der linken Szene nahestehen, wird sie überwiegend der ,Neuen Rechten‘ zugerechnet.“ Um 19.16 Uhr lehnte „Hozro“ den Vorschlag mit dem Hinweis ab, dass wikipedia keine reputable Quelle sei. Außerdem gab er „Delfina“ folgenden Tipp: „Wie wäre es denn, wenn Du zunächst die Diskussionsseite des Artikels mit Deinen Änderungswünschen befüllen würdest? Du arbeitest in einem hochsensiblen Bereich der WP, den viele beobachten.“

 

Eine Diskussion über die Seriosität der Autoren des „Handbuches Deutscher Rechtsextremismus“ beginnt

Auf der Diskussionsseite gibt es bereits die Rubrik „Wissenschaftliche Rezeption - Instrumentalisierung der Wissenschaft“. Hier hatte bereits am 5. März „Analysefreund“ folgende Diskussion gestartet: „Ich möchte dafür plädieren, die Wissenschaft nicht zu instrumentalisieren und politische Kämpfe zwischen rechts und links nicht über diese Rubrik auszutragen. Sobald von Forschungseinrichtungen (Universitäten, Hochschulen etc.) unabhängige Befunde zur Preußischen Allgemeinen Zeitung vorliegen, sollen sie freilich eingearbeitet werden. Wenn allerdings konservative oder sozialdemokratische Publizisten sich ein wissenschaftliches Deckmäntelchen umhängen und auf Basis einzelner Aussagen vernichtende Urteile fällen, sollte das im Sinne der Qualität der Wikipedia-Einträge gestoppt werden. Wenn der Preußischen Allgemeinen eine Nähe zum Rechtsextremismus oder analog dazu der ,Jungen Welt‘ eine Nähe zum Linksextremismus unterstellt wird, so müssen solch schwerwiegende Vorwürfe wissenschaftlich fundiert sein. Es genügt dazu nicht, wenn politisch rechts- oder linksstehende Autoren einen wissenschaftlichen Verlag finden, um ihre Thesen zu untermauern. Wenn wir solche Schlachten in der Rubrik ,Wissenschaftliche Rezeption‘ zulassen, haben wir für den an möglichst unabhängiger und objektiver Information interessierten Wiki-User kein überzeugendes Angebot. Pseudo- beziehungsweise halbwissenschaftliche Werke können dennoch im Literaturverzeichnis aufgeführt werden, um den an einer Vertiefung des Beitragsthemas interessierten Nutzern etwas an die Hand zu geben. Dann haben sie immer noch die Möglichkeit, sich unabhängig eine Meinung zu bilden. Wenn wir diese Quellen aber bereits als wissenschaftlich kennzeichnen, suggerieren wir fälschlicherweise klare Befunde. Ich bitte herzlich darum, die Wissenschaft nicht zu instrumentalisieren.“ Doch all jene, die bisher Änderungen am wikipedia-Eintrag getätigt hatten, wollten sich offenbar nicht an einer Diskussion beteiligen.

 

Handbuch-Kritiker ins Diskussionsforum abgeschoben

Ein Blick in die Versionsgeschichte zeigt, dass „Analysefreund“ am 5. März vor seinem Eintrag im Diskussionsforum folgende Änderung beim wiki-Eintrag der PAZ durchgeführt hatte: „Die Berichterstattung der Preußischen Allgemeinen Zeitung ist ebenso wenig systematisch untersucht worden wie die anderer Blätter des rechten konservativen Spektrums. Aus diesem Grund tragen Unterstützer und Gegner der politischen Linie des Blatts ideologische Kämpfe aus. Beispielsweise warf das ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ der Zeitung 1996 vor, ,eine aggressive revanchistische Politik zu propagieren‘. Im Gegenzug werfen Vertreter des Konservatismus Linken Ignoranz gegenüber dem Unrecht der Vertreibung vor. Da in derartigen Auseinandersetzungen die Wissenschaft lediglich instrumentalisiert wird, ist zu erwarten, dass derart profilierte Blätter (wie die Preußische Allgemeine Zeitung im rechten Spektrum oder die Junge Welt im linken Spektrum) in nächster Zeit in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit rücken.“ Keine zwei Stunden später wurde diese Änderung von „Braveheart“ zurückgenommen.

 

Ankläger sind Anhänger der Partei „Die Linke“

„Delfina“ startete nun am 8. Oktober folgende Diskussion: „Hallo liebe Leute, hatte versucht, den oben genannten Satz in ,Von Wissenschaftlern und Autoren, die auch laut wikipedia der linken Szene nahestehen, wird sie überwiegend der Neuen Rechten zugerechnet‘ zu korrigieren, wurde aber zurückgeändert. Habe jetzt das ,Handbuch Deutscher Rechtsextrimismus‘ vor mir liegen und ehrlich gesagt, mein geänderter Satz entspricht der Wahrheit. Die dort als Autorin vertretene PDS/Linke-Politikerin Ulla Jelpke ist gelernte Friseurin, wurde dann Diplom-Soziologin und ist aber eben bei der Partei ,Die Linke‘, was nicht wirklich für Objektivität spricht. Christoph Butterwegge, vertreten mit dem Aufsatz ,Rechtsextremismus unter Jugendlichen‘, ist zwar Professor, aber steht auch der Partei ,Die Linke‘ nahe. Überhaupt halte ich das ganze Buch nicht für sonderlich objektiv. Herausgegeben wurde es im Verlag Elefanten Press, und der gehörte meines Wissens 1996, als das Buch herauskam, noch Maruta Schmidt, die laut ,Spiegel‘ (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13487425.html) Apo-Aktivistin war, so dass auch sie eindeutig als sehr links eingeordnet werden kann. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass einige Autoren des Handbuches vom Verfassungsschutz wegen Linksextremismus überwacht wurden. Habe das zwar noch nicht überprüft, würde aber passen. Zwar beurteile ich das Demokratieverständnis von einigen der im ,Handbuch für Rechtsextremismus‘‘ Genannten auch als zweifelhaft, aber neben dem alten Ostpreußenblatt werden da auch noch beispielsweise Otto von Habsburg, Günter Rohrmoser, Christa Meves und Heinrich Lummer mit Leuten wie Jürgen Rieger in einen Topf geworfen. Bizarr! Fazit: Ich halte es für unseriös zu schreiben, dass die PAZ von ,wissenschaftlicher Seite‘ den ,Neuen Rechten‘ zugeordnet wird. Der sonst noch beim wikipedia-Eintrag der PAZ herangezogene Stephan Braun ist übrigens SPD-Politiker und Herr Maegerle arbeitet journalistisch nicht wissenschaftlich, soweit ich weiß.“

 

„Toter Alter Mann“ ein meint, politisch linker Hintergrund beeinflusst nicht das wissenschaftliche Urteil

Knapp eine Stunde nachdem diese Diskussion online gestellt war, meldete sich „Toter Alter Mann“ zu Wort, der als erster überhaupt die PAZ mit den „Neuen Rechten“ in Verbindung gebracht hatte: „Wieso sollte denn die Analyse inhaltlich falsch werden, wenn die entsprechenden Autoren in deinen Augen Linksextremisten sind? Die Texte haben einen Peer-Review-Prozess durchlaufen; da müsstest du schon wissenschaftliche Zweifel an ihrer Qualität anführen können. Dass dir zum Rest der Wissenschaftler nichts eingefallen ist, was sie lächerlich oder zweifelhaft machen könnte, ist natürlich auch bezeichnend …“

 

Handbuch-Autor 30 Jahre wegen Linksextremismus im Visier des Verfassungsschutzes

Hierauf konterte „Delfina“: „Hallo Toter Alter Mann, sorry, dass ich nicht genauer geschaut hatte. Ich hatte in Erinnerung, dass Dr. Rolf Gössner, Mitautor des ,Handbuchs Deutscher Rechtsextremismus‘, bereits mehrere Jahrzehnte vom Bundesverfassungsschutz wegen Linksextremismus unter Beobachtung stand. Hatte aber nicht gesehen, dass er Anfang des Jahres in einem Prozess gewonnen hatte, dessen Urteil besagte, dass die Überwachung nicht rechtmäßig gewesen sei. Also dass dem Verfassungsschutz so etwas aber auch passiert. Obwohl, stimmt, ich habe schon mal gelesen, dass eine Verfassungsschutzbehörde in einem Prozess seine Überwachung als Fehleinschätzung attestiert bekommen hat. Da war es, glaube ich, die Wochenzeitung ,Junge Freiheit‘, die fälschlicherweise vom Verfassungsschutz NRW überwacht worden war. Apropos ,Junge Freiheit‘: Laut der hat Fabian Virchow, Mitautor des ,Handbuchs Deutscher Rechtsextremismus‘ übrigens bei einigen wegen Linksextremismus vom Verfassungsschutz überwachten Publikationen veröffentlicht. Aber ja, du musst Recht haben, das ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ ist bestimmt total objektiv, denn Ulla Jelpke (Linkspartei), Helmut Schröder (Linkspartei), Dr. Christoph Butterwege (bekennender Anhänger der Linkspartei), Dr. Rolf Gössner (fälschlicherweise wegen Linksextremismus vom Verfassungsschutz beobachtet), Fabian Virchow (Autor wegen Linksextremismus in Verdacht stehender Publikationen) und Verlegerin Maruta Schmidt (Ex-Apo-Aktivistin) bestechen aufgrund ihres Hintergrundes durch absolute Objektivität, wenn es um die Beurteilung des politischen Gegners geht. Und deswegen ist mein Satz ,Von Wissenschaftlern und Autoren, die auch laut wikipedia der linken Szene nahestehen, wird sie überwiegend der Neuen Rechten zugerechnet‘ richtiger als ,Von wissenschaftlicher Seite wird sie überwiegend der Neuen Rechten zugerechnet‘, wie es da jetzt steht. Das vermittelt einfach einen völlig falschen Eindruck.“

 

Handbuch-Autoren unseriös, meint auch „Silesia1895“

Am 31. Oktober schaltete sich dann „Silesia1895“ in die Diskussion mit ein und stellte sich auf „Delfinas“ Seite: Meinungen aus dem ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ gehören nicht in eine wissenschaftliche Enzyklopädie, da ihre Autoren nicht objektiv sind. Ein Werk, dass ,Welt‘, ,FAZ‘, Edmund Stoiber und Wolfgang Schäuble dem deutschen Rechtsextremismus zurechnet, wie der Titel suggeriert, und dessen Autorenschaft selbst überwiegend aus dem linken Spektrum kommt und sonst (überwiegend) keine wissenschaftliche Legitimation hat, gehört hier nicht hin. Bitte den auf dem ,Handbuch Deutscher Rechtsextremismus‘ basierenden Abschnitt streichen.“

 

Handbuch-Hinweis gefährdet Ruf von wikipedia

Und auch „GuterOnkel“ meinte am 3. November: „Zitat ,Von wissenschaftlicher Seite wird sie überwiegend der Neuen Rechten zugerechnet.[2][3]‘ Die Referenzen: ↑ a b c d Maegerle 2004, S. 37–38. a b Wette 2006, S. 143. sind -- wie viele andere Referenzen auch -- (stand heute, 03.11.2011 10:00 Uhr) Selbstreferenzen und damit in einem durchaus strittigen Punkt von geringem Belegwert. Hier gehören externe Referenzen mit hoher Akzeptanz (geringer Anfechtbarkeit) hin, um nicht den Wert des Gesamtmediums (Wikipedia) deklassifizieren zu können (Einseitigkeitsvorwurf).“

 

Löschung rückgängig gemacht

Am 13. November teilte 109.236.80.148 im Diskussionsforum mit, dass er den Handbuch-Eintrag entfernt habe. „Darüber hinaus stellt die Kapitelüberschrift ,Wissenschaftliche Einordnung‘ eine sehr unglückliche und unpräzise Formulierung dar, weil keine der an der Publikation genannten Meinungsmacher als Wissenschaftler bezeichnet werden können. Hier soll nur einer ,linken‘ Randgruppe durch Verleihung des Etiketts ,wissenschaftlich‘ Neutralität verliehen werden.“ Doch seine Löschung wurde kurz darauf wieder von „Hozro“ rückgängig gemacht.

All diese Anmerkungen im Diskussionsforum scheinen die wikipedia-Benutzer mit wikipedia-Bearbeitungsrechten nicht zu interessieren.

 

 

Stellungnahme der PAZ unerwünscht

Am 7. November wird ein Link von Nutzer „Niedergrund“ auf die Stellungnahme der PAZ-Redaktion auf ihren verleumderischen wikipedia-Eintrag gemacht hat, von „Braveheart“ verweigert. „Bravehearts“ Begründung: „Hat nix in der Einleitung verloren, da ein entsprechender Abschnitt dazu nicht vorhanden ist. Sollten sich lieber bei den Wissenschaftlern beschweren.“

 

Der Raub Ostpreußens

Außerdem entscheidet „Braveheart“, dass die Preußische Allgemeine Zeitung/Das Ostpreußenblatt nicht unter die Kategorie Ostpreußen, wie von einem anderen wikipedia-Nutzer eingefügt, fällt, denn: „Wurde erst nach dem Krieg herausgegeben, bestenfalls unter Kultur einzuordnen.“ Hinweis von „Defina“ „Also, wenn die Preußische Allgemeine Zeitung/Das Ostpreußenblatt nichts mit Ostpreußen zu tun hat, dann weiß ich auch nicht weiter :-))“ Darauf „Hozro“: Revert: Grund: die Kat ist für Zeitungen *aus* Ostpreussen und eine Unter-Kat von Kategorie:Zeitung (Deutschland, Erscheinen eingestellt)) „Delfinas“ Konter: „An Hozro: Das würde bedeuten, dass die gesamte nach 1945 erschienene Literatur über Ostpreußen nicht in die Kategorie Ostpreußen fallen würde!!!!!“ wird mit dem Hinweis auf die bei wikipedia üblichen Kategorien von „Hozro“ wieder rückgängig gemacht.

Beim Revert auf eine Vorgängerfassung aktiviert „Hozro“ am 13. November wieder den Link auf die PAZ-Seite, wo die PAZ zu ihrem wikipedia-Eintrag Stellung nimmt. Doch einen Tag später löscht „Dubium“ ihn wieder gezielt. Seine Begründung: „Ist ja nur eine Unterseite der o.g.. Bei Bedarf den Link als Beleg dafür verwenden, dass andere das Blatt anders einschätzen.“ Darauf am 16. November um 16.58 Uhr „Delfina“: „Hallo Dubium, dann eben den Link als Beleg für ein Zitat :-))“ Und stellt ans Ende der Rubrik „Wissenschaftliche Einordnung“ folgendes Zitat:  Dr. Jean-Paul Picaper hingegen meint, dass die PAZ, ,zu den demokratischen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland steht, zwar kritisch steht, aber Kritik ist die Rolle der Medien. Die PAZ gehört nicht zur Neuen Rechten, weil die Neue Rechte eine ideologische Denkweise ist. Die parlamentarische Demokratie und die soziale Markwirtschaft, vor allem die Realität ist das Fundament der PAZ-Redaktion, die an moralische Werte, nicht an Systeme gebunden ist, und Fakten und Handlungen kritisch, manchmal mit einem Quäntchen Voltaire-Ironie durchleuchtet.‘“

 

Fürsprecher für die PAZ als „nicht relevant“ gelöscht

Doch das missfällt JosFritz, der das Zitat wieder löscht. „Bitte belegen, dass relevant ist, was der Doktor meint. (Die Fundstelle reicht nicht aus.)“, kommentiert er sein Handeln. „Delfina“ holt am 17. November um 8.42 Uhr zum Gegenschlag aus, löscht alle Hinweise auf das „Handbuch Deutscher Rechtsextremismus“ und meint: „An JosFrit: Bitte belegen, was relevant ist!!!! Warum sollte der renommierte Dr. Picaper nicht mindestens so relevant sein wie die linken Handbuchautoren?“ Doch bereits um 9.11 Uhr macht „Hozro“ ihre Löschung rückgängig und verweist auf die Diskussionsseite.

 

Anfrage, ob wikipedia die PAZ verleumden will

Daraufhin schreibt „Delfina“ „Hozro“ direkt an und bittet um seinen Rat, denn auf der Diskussionsseite dominiere ihre Position, würde aber, sobald diese im wikipedia-Eintrag umgesetzt würde, gelöscht werden. Langsam, so „Delfina“ bekäme sie den Eindruck, bei wikipedia würde mit zweierlei Maß gemessen. Wenn das so weitergehe, würde sie sich an die Geschäftsleitung der PAZ wenden und dieser empfehlen, sich wegen Verleumdung bei wikipedia zu beschweren.

 

Wegen Vandalismus gesperrt

Um 14.02 Uhr wird „Delfina“ von „Filzstift“ bei wikipedia als Autor gesperrt. Begründung: Vandalismus. „Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar“, so „Filzstift“.

 

Beschwerde bei der Deutschlandzentrale von wikipedia erfolglos

Nach dem Hinweis der PAZ bei der Deutschlandzentrale von wikipedia, dass etwas bei dem Eintrag der PAZ nicht mit rechten Dingen vor sich gehe, antwortete das Unternehmen am 2. Dezember: Es geschieht immer wieder, dass Wirtschaftsunternehmen die Darstellung über sich in Artikeln nicht goutieren, und es ist auch sicher so, dass wikipedia nicht die einzige Quelle sein kann, aus der sich eine Meinung zu einem Sachverhalt generiert.

 

Schiedsgericht wird angefragt

Am 18. Dezember fragte Msuess das Schiedsgericht von wikipedia an: Meines Erachtens wird die Preußische Allgemeine Zeitung nicht im gebotenen Rahmen neutral behandelt. 1. Zum einen wird der Rassismusvorwurf eines bekennenden Linksextremisten gegenüber der Zeitung so prominent hervorgehoben, dass neutrale Leser den Eindruck haben müssen, die PAZ sei tatsächlich ein rassistisches Medium. Die Einschätzung liegt 15 Jahre zurück. 2. Zum anderen wird die Literaturliste grundlos aufgebläht, was der Qualität alles andere als zuträglich ist. Wie unsinnig die feste Verankerung im rechten Spektrum herbeigeschrieben werden, was spätestens seit der Neuausrichtung vor Jahren nicht mehr zutrifft. Wie man den Kommentaren auf der Diskussionsseite entnehmen kann, ist eine neutrale Bewertung von einigen Editoren / Admins (?) gar nicht gewünscht.

 

 „Handbuch deutscher Rechtsextremismus“ als unseriöse Quelle deklariert

Außerdem beanstandete er weiterhin, dass ein zumindest umstrittener und veralteter Sammelband (Handbuch Deutscher Rechtsextremismus), in dem ausgewiesene Linksextremisten (u.a. auch namentlich in Verfassungsschutzberichten genannt) publiziert hatten, 15 Jahre nach Erscheinen weiterhin als wissenschaftliche Quelle genannt wird, wobei es diesen Anspruch nie erhoben hat. Selbst die Einordnung unter ,Wissenschaftliche Rezeption‘ ist damit falsch. Weiterhin suggeriert das Zitat in der Gegenwartsform und der breite Raum, dem es eingeräumt wird, eine aktuelle rassistische Ausrichtung der Wochenzeitung, die keiner Prüfung standhält. Ein Hinweis auf das Erscheinungsjahr 1996 alleine ist ungenügend. Eine Listung in einer alten Empfehlungsliste der Bundeszentrale für politische Bildung macht aus einem Buch keine wissenschaftliche Arbeit bzw. lässt sich per se keine besondere Relevanz ableiten. Auf meine Beanstandung wurde nicht eingegangen.“

 

Kleiner Sieg: „Handbuch deutscher Rechtsextremismus“ nicht mehr als Beleg zugelassen

Zwar erhielt Msues viel Gegenwind und es sah erst so aus, als ob seine Anfrage angelehnt worden wäre, doch erst sperrte wikipedia den Eintrag der PAZ vollständig, um dann nach Prüfung zumindest die zitierten Unterstellungen des auf das im höchsten Maße umstrittene Handbuch deutscher Rechtsextremismus zu löschen.

 

 

 

 


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Kommentare

hans berger:
5.11.2013, 16:47 Uhr

Wickipedid ist pro amerikanisch und ver-
fälscht viel. Wer in bestimmten links
öfter anklickt wird sogar bedroht.


Claudia Hoch:
16.06.2013, 17:54 Uhr

Die Wikipedia ist seit Jahren vollständig in der Hand einiger extrem linker Autoren. Unterstützt werden diese von Administratoren gleicher Gesinnung. Diese Autoren sind sich sehr bewusst, dass Sie mit Ihren Eintragungen die öffentliche Meinung in großem Umfang manipulieren. Recherchierende Journalisten lesen Wikipediaeinträge und folgen den weiterführenden Links. Daraufhin veröffentlichen Sie Nachrichtenartikle welche die Stimmung des Wikipediaartikels wiedergeben. Diese Artikel werden wiederum von den Autoren genutzt um Ihre Propaganda zu belegen. Die extrem linke kleine Gruppe an Manipulatoren arbeitet koordiniert und jegliche Moral mit jedem Mittel das Ihnen zur Verfügung steht. Sollte tatsächlich ein Gruppe neutraler nicht angreifbarer Autoren Neutralität einfordern, wird die entsprechende Diskussion mit so viel Text geflutet, dass jeder Admin der dies gegen liest, zu dem Schluss kommen muss die von den Manipulatoren verbreitete Meinung sei der Konsens der Diskussion. Dieses Netzwerk der Manipulation ist so fest verdrahtet und eingespielt das es keinerlei Möglichkeit gibt für die betroffenen Artikel Neutralität herzustellen. Ein weiterer Trick ist in solchen Artikeln die Worte rechtspopulistisch, rechtsextrem usw. (Bei PAZ >10x) so oft wie möglich im Artikel zu erwähnen. Nach dem Lesen des Artikels bleibt dann für den unbedarften Leser ein "Gschmäckle" zurück. Der Artikel über die Preussische Allgemeine wird niemals in der Wikipedia das Stigma rechtspopulistisch oder neurechts verlieren. Das Netzwerk an linken Manipulatoren wird (wie bei vielen anderen Artikeln auch) falls notwendig abwechselnd 24 Stunden am Tag gegen eine neutrale Änderung anschreiben. Die einzige Möglichkeit ist eine Verleumdungsklage gegen einen einzelnen Autoren. Die Staatsanwaltschaft kann bei aktuellen Edits durchaus die Herausgabe der IP und damit weiter über den Internetprovider den Klarnamen des Autoren ermitteln. Erst wenn solche gezielten Verleumdungen in der Wikipedia im Realen Leben Folgen haben, kann die PAZ (und viele andere Zeitungen, Onlinemedien, Parteien und Organisationen) darauf hoffen in der Wikipedia einen fairen neutralen Artikel zu erhalten.


Pat Riot:
24.04.2013, 09:50 Uhr

An die PAZ:

"Deutsch sein und deutsch bleiben-deutsch sprechen,deutsch schreiben-
deutsch denken,deutsch wandeln-
wahr und deutsch handeln."

Weiter so !


Axel Kopsch:
30.10.2012, 20:12 Uhr

An die Redaktion der PAZ,

zum Thema Diffamierung durch Wikipedia empfehle ich Ihnen den folgenden Link zu lesen (heute 30.10.2012):
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/henning-lindhoff/der-todestrieb-der-wikipedia.html;jsessionid=5FDCFC80A8DAA474FDEAF7A37E600E5E

Beste Grüße
A.Kopsch


Heidi Geiger:
18.04.2012, 09:20 Uhr

In wikipedia steht viel falsches und wird auch bestimmtes bevorzugt. z.b bin ich Namibian Deutsche, dort schreiben sie das Namibia Deutsche nicht als deutscher anerkannst sein vollen sondern als afrikaner, was überhaupt nicht stimmt. Unter Brasilianischer Deuschten steht in Wikipedia das es nur 3millionen gibt dabei sind es 12million und sie sind stolz auf ihre Herkunft, dort habe ich auch Familie die mir das bestehtigen. Nun warum schreiben die solche beitrage?


Anna Myra:
17.02.2012, 10:42 Uhr

Ein paar ganz persönliche Erfahrungen mit Wikipedia:
Dort wird zum Beispiel ein gewisser Axel Reitel als „deutscher Schriftsteller“ vorgestellt, der zwischen 1985 und 1990 an der FU in Berlin Publizistik, Französisch und Spanisch sowie an der TU in Berlin Kunstgeschichte und Philosophie studiert haben will. Dabei hat Reitel nie studiert, mehr noch: Es hat noch nicht mal zum Abitur gereicht – was Reitel aber nicht davon abhält, sich gelegentlich als „Dr. Axel Reitel, Berlin“ ankündigen zu lassen. Wohl saß er in der DDR im Gefängnis, doch daß er auch in der BRD in den Knast mußte – das verschweigt Wikipedia vornehm. Der „freischaffende Autor“ Axel Reitel, der keinen Beruf erlernt hat, lebt im übrigen von Hartz IV - und von Gelegenheitsarbeiten für den MDR („die DDR im Gurkenglas“, wie Konrad Weiß befand), wo er sich als Resteverwerter betätigt: Sein Feature „Freigekauft“ von 2010 zum Beispiel beruht im wesentlichen auf einem Beitrag von David Reed („DDR – Devisen kaufen Menschen frei“) für „Readers Digest“ vom Oktober 1976. Alle Einträge mit der Wahrheit über den Lügner und Betrüger, Hochstapler und Kleinkriminellen, Schmarotzer und Denunzianten Axel Reitel wurden indes von Wikipedia umgehend gelöscht: Was nicht paßt, wird passend gemacht!

Für die Projektgruppe M
Anna Myra


Dr. Hans-Joachim Kucharski:
13.01.2012, 12:41 Uhr

Zu: „Gezielte Diffamierung“ (Nr. 50)

Man kommt zugegeben nicht umhin, dass wikipedia für einen ersten Überblick ein nützliches Medium sein kann; man muss eben nur wissen, wie man es zu lesen hat. Als Historiker hatte ich reichlich Gelegenheit, die Vorbehalte kennenzulernen. Die Grundstruktur von wikipedia besteht eben darin, dass jeder, der sich produzieren möchte, bei der Eingabe mitmachen kann. Dabei bleibt nicht aus, dass sich auch Minderqualifizierte (oft mit einer politischen Botschaft) an den Eintragungen beteiligen.
Schon wegen der Autorenanonymität ist wikipedia auch nicht zitierfähig, was ein weiterer Grund ist, nicht darauf zurückzugreifen, was aber dem Vernehmen nach viele Studenten nicht davon abhält, solche Eintragungen auch in Hausarbeiten unterzubringen. Wikipedia eignet sich somit als Volkslexikon – zumindest bei Begriffen, die auch nur ansatzweise mit politischer Korrektheit zu tun haben – allenfalls für eine allererste Übersicht, das aber auch nur bei hinreichend kritischem Herangehen an die Texte.
Obwohl ich sicherlich nicht zu den unkritischen Lesern zu zäh-len bin, ist mir in fast fünf Jahrzehnten eine Rechtsradikalität von Ostpreußenblatt und PAZ nicht aufgefallen. Umso unverständlicher ist es, wenn Außenseiter zum Ergebnis der Rechtsradikalität gelangen; das kann dann wohl nur an der Brille liegen. Der Hass auf diese Zeitung scheint mir eher darauf zurückzuführen zu sein, dass die PAZ Fakten nicht der politischen Korrektheit opfert, also veröffentlicht, was politisch korrekte Medien geflissentlich verschweigen. (Darin besteht bekanntlich die perfideste Form der Propaganda, da sie kaum angreifbar ist).
Da eine Zeitung, die gegen den politisch korrekten Mainstream angeht, für politisch korrekte Mitbürger ein Ärgernis ersten Ranges ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein solcher Erguss in wikipedia erschien. Ihr Bericht belegt die Taktiken, die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken und liest sich wie eine Philippika gegen diese. Natürlich ist für die „politisch Korrekten“ alles rechtsradikal, was nicht ultralinks steht und nicht gänzlich mit der „Political correctness“ konform geht, und was der veröffentlichten Meinung zuwiderläuft. Propagiert wird ein überaus devotes Verhalten, das uns im Ausland allenfalls Verachtung einbringt (erinnert sei an Churchills Ausspruch, man finde die Hunnen entweder zu Füßen oder an der Gurgel ihrer Feinde).
Es ist somit zu wünschen, dass Sie sich von diesen Attacken nicht beirren lassen; es ist überaus notwendig, dass es eine Zeitschrift wie die PAZ als fast einziges verbliebenes Organ freier Meinungsäußerung noch gibt. Der Vorwurf der Rechtsradikalität ist geradezu grotesk; es geht offenbar nur da-rum, die Zeitschrift zu diskredi-tieren und abzuschießen. Sie sollten die Devise beherzigen: „Was juckt’s die deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt.“


Axel Kopsch:
28.12.2011, 11:58 Uhr

Auch ich finde, hier hilft nur: Internetanwalt und Anzeige erstatten


Günter Dr. Römer:
17.12.2011, 20:15 Uhr

Der ganze Vorgang beweist, daß hier "Wissenschaftlichkeit" auf Befehl "von oben" ins Spiel gebracht wurde, um dem Willen einflußreicher politischer Kreise nach Diffamierung alles dessen, was sich einer linken Indoktrinierung der Medien und der Politik widersetzt, zu entsprechen.

Auch die Deutschlandzentrale von wikipedia hat bewiesen, daß sie nur der verlängerte Arm politischer Kräfte ist, deren Ziel Volksverdummung ist, um die Rechte des Souveräns auf Freiheit für Meinungen und Informationen systematisch zu beschneiden.

Das erreicht man, indem bestimmte Zeitungen auf den Index gesetzt werden, so daß jeder, der sie zitiert, selbst zur "Unperson" wird! Wehret den Anfängen, denkt an 1933 und die Machtergreifung der Nazis! "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!


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17.12.2011, 19:49 Uhr

Linke sind die neuen "Faschisten" des 21ten Jahrhundert.
Das ist eine sehr ernstzunehmende Gefahr!!!!


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