Wenn man die Dritte Welt importiert

Nach Schweden droht auch Deutschland ein Wohlstandsverlust wegen Masseneinwanderung

24.11.15
Der deutsche Psychologe und Bildungsforscher Heiner Rindermann: „Selbst in einer Elitegruppe, Ingenieurstudenten aus den Golfstaaten, ist ein großer Unterschied erkennbar. Deren Kompetenzen liegen um zwei bis vier Schuljahre hinter denen vergleichbarer deutscher Ingenieurstudenten“ Bild: Rindermann

Ab dem Jahr 2050 wird Deutschland in die Bedeutungslosigkeit abrutschen, so die Prognose, die der einflussreiche US-amerikanische Politologe George Friedman vor einiger Zeit in seinem Buch „Die nächsten 100 Jahre“ aufgestellt hat. Die anhaltende massive Zuwanderungswelle aus der Dritten Welt könnte dazu führen, dass sich der angekündigte Niedergang Deutschlands bereits wesentlich früher einstellt.


Auch wenn bislang noch keine belastbaren Zahlen vorliegen, so ist inzwischen doch klar, dass mit jedem Tag, den die Politik offener Grenzen anhält, der deutschen Gesellschaft enorme finanzielle Belastungen aufgebürdet werden. Die Bundesregierung selbst kalkuliert mittlerweile allein für dieses Jahr mit Kosten von mindestens zehn Milliarden Euro für 800000 Asylbewerber. Nicht enthalten in dieser Rechnung sind Aufwendungen für den sozialen Wohnungsbau. Es fehlen ebenso die Investitionen in die Bildung, die nötig sind, um den Zuwanderern einen Zugang zum Arbeitsmarkt möglich zu machen. Bislang plant Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch immer damit, im kommenden Jahr im Bundeshaushalt ohne neue Kredite auskommen zu können. „Die schwarze Null 2016 steht trotz Flüchtlingskrise“, so der Chefhaushälter der Unionsfraktion,  Eckhardt Rehberg.
Wesentlich höher liegen die Schätzungen, die unlängst von den Wirtschaftsforschern des Münchner ifo Instituts vorgelegt wurden. In einem Basis-Szenario wird davon ausgegangen, dass eine Netto-Zuwanderung von 200000 Menschen pro Jahr eine fiskalische Belastung von zehn Milliarden Euro für die einheimische Bevölkerung mit sich bringen wird. Hochgerechnet auf die allein dieses Jahr zu erwartende Gesamtzahl von Asylbewerbern ist demzufolge mit Belastungen zu rechnen, die um die 50-Milliarden-Marke liegen. Die Zahl macht deutlich, welche enorme Bedeutung der Frage zukommt, ob die Möglichkeit eines Familiennachzugs eingeschränkt werden kann und ob im Jahr 2016 der Zuwanderungsstrom unvermindert weitergeht. Im negativen Fall drohen Kosten, die langfristig den gesamten Bundeshaushalt zu sprengen drohen.
Anzumerken ist, dass selbst die Schätzungen des Basisszenarios der ifo-Forscher noch zu optimistisch gewesen sein könnten. Den Berechnungen zugrunde gelegt wurde die Annahme, die derzeit ins Land kommenden Asylbewerber seien ähnlich ausgebildet wie die in Deutschland schon lebende ausländische Bevölkerung. Daran sind allerdings nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen Zweifel angebracht. So wird bei den Zuwanderern aus Syrien davon ausgegangen, dass es sich bei 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen um Analphabeten handelt. Nach anfänglicher Euphorie sprechen deutsche Wirtschaftsverbände mittlerweile auch davon, dass gut 60 Prozent der syrischen Zuwanderer entweder gar keine oder keine den deutschen Standards entsprechende berufliche Qualifikation besitzen.
Wie der Bildungsforscher Heiner Rindermann unlängst im „Focus“ unter Berufung auf eine Studie der TU Chemnitz erklärte, wiesen selbst Asylbewerber mit Universitätsstudium in mathematischen und figuralen Aufgaben nur ein Fähigkeitsniveau von einheimischen Realschülern auf. „Selbst in einer Elitegruppe, Ingenieurstudenten aus den Golfstaaten, ist ein großer Unterschied erkennbar: Deren Kompetenzen liegen um zwei bis vier Schuljahre hinter denen vergleichbarer deutscher Ingenieurstudenten“, so die Einschätzung des Wissenschaftlers Rindermann.
Leicht absehbar ist, welche Entwicklung vor diesem Hintergrund in den kommenden Jahren in Deutschland droht. Vor allem die Löhne für einfache Arbeit werden unter Druck geraten und damit auch gering qualifizierte Arbeitnehmer. Die wahrscheinliche Folge sind steigende Kosten im Sozialsystem um denen zu helfen, die bei diesem Konkurrenzkampf im unteren Lohnsegment auf der Strecke bleiben. Insgesamt droht Deutschland damit eine Entwicklung, die bereits im Jahr 2010 von den Vereinten Nationen in ihrem „Human Development Report“ für Schweden prognostiziert wurde. Noch bis zum Jahr 2010 rangierte das skandinavische Land bei dem Wohlstandsindikator „Human Development Index“ auf Platz 15 der Weltrangliste, für 2015 rechnet man bei der Uno bereits mit einem Abrutschen auf Rang 25. Im Jahr 2030 droht dem einstigen Wohlstandsparadies Schweden, dass es sich nur noch auf Platz 45 wiederfindet. Von Resignation geprägt klingt der Kommentar eines schwedischen Journalisten zu dieser drohenden Entwicklung: „Wir hatten ein vollkommen gutes Land. Ein reiches Land, ein nettes Land, und in ein paar Jahren wird dieses Land weg sein. Wenn man die Dritte Welt importiert, ist es das, was man bekommen wird.“    
    Norman Hanert


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Kommentare

Fritz Brandenburger:
9.01.2016, 14:37 Uhr

Die Indianer sind sind der Masseneinwanderung nicht Herr geworden.
Sie wurden in Reservate abgeschoben Das kann unseren Kindern in 50 Jahren auch blühen. Aber nein, Moslems brauchen ja immer irgendwelche Ungläubige die für sie arbeiten. Da werden wir also eher dem Los von Kulis nachgehen müssen...


Manfred Augustien:
30.11.2015, 12:12 Uhr

Die Bibel hat es uns genauso vorausgesagt:
"Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer höher über dich emporsteigen; du aber wirst immer tiefer heruntersinken"(5.Mose 28,43).


Hans-Joachim Nehring:
24.11.2015, 22:22 Uhr

Wir waren einmal ein Land in dem es Frieden, Freiheit, eine soziale Fürsorge und ein Gesundheits- und Bildungssystem gab, an dem alle Bürgerinnen und Bürger teilhaftig werden konnten. Ein Rentensystem verhinderte weitgehend das Abrutschen in die Altersarmut und ein bescheidener Wohlstand war gesichert.
Dieses wird nun durch Merkel und Co. grob fahrlässig und mutwillig den Eurobonzen zum Fraß vorgeworfen und zusätzlich mit einer unverantwortlichen Asylpolitik belastet, welches jedes Land zwangsläufig an den Existenzabgrund führen muss.
Hier hilft nur die verblendeten Politiker in Berlin zum Rücktritt zu zwingen und in freien Wahlen eine neue Regierung zu bilden, welche Deutschland nicht mehr zur melkenden Kuh für ganz Europa macht. Die Grenzen sind erstmal dicht zu machen und der unkontrollierte Zuwanderungsstrom sofort zu stoppen.
Schluss mit dem Einsickern von Islamisten, welche die Sicherheit unseres Volkes im hohen Maße gefährden. Wir möchten ein friedliches Weihnachtsfest und nicht Terror und Krieg, wie es Frankreich erdulden musste sowie Herr im eigenen Lande bleiben und unsere Traditionen und Gebräuche nicht fremden Ritualen zum Opfer bringen. Wir brauchen eine Mitbestimmung unseres Volkes und keine Bevormundung durch Politik und Lügenpresse, wie es derzeit der Fall ist. Frieden, Sicherheit und Freiheit für Deutschland wird auch Europa gut tun.


Francesco Salatino:
24.11.2015, 11:49 Uhr

"Von Resignation geprägt klingt der Kommentar eines schwedischen Journalisten zu dieser drohenden Entwicklung: „Wir hatten ein vollkommen gutes Land. Ein reiches Land, ein nettes Land, und in ein paar Jahren wird dieses Land weg sein. Wenn man die Dritte Welt importiert..."
Nein, liebe Schweden, Ihr habt es so gewollt! Wenig Kinder, viel Spaß am Leben, offene Grenzen, usw.


Dietmar Fürste:
24.11.2015, 09:24 Uhr

Schon die zuletzt 1954 revidierte Genfer Flüchtlingskonvention hatte erwogen, dass einzelne Staaten mit einem massiven Flüchtlingszustrom überfordert sein können und dessen Bewältigung sls eine internationale Aufgabe gesehen.

Im gleichen Sinn hat Verfassungsrechtler Prof. Rupert Scholz in einem Artikel im FOCUS 43/2015 unmissverständlich auch von Schranken des Asylrechts gesprochen, ja sogar die Möglichkeivon dessen Aussetzung genannt, was dem Grundgesetz nicht widerspräche.

Wenn Merkel - in wessen Auftrag auch immer - die schrankenlose und als Asylgewährung getarnte Zuwanderung weiter treibt, gibt sie die BRD als Staat de facto preis und verletzt das Grundrecht der autochthonen Bürger auf Schutz vor solcher Überforderung als erste und wichtigste Verpflichtung eines Staates.


Helmut Josef Weber:
24.11.2015, 09:13 Uhr

Man mag unterschiedliche Prognosen hinsichtlich der Belastungen stellen können, die Deutschland durch die Flüchtlinge zu tragen hat, aber----:
Wie hoch ist denn die fiskalische Belastung in den USA, wenn:
... jährlich etwa 30.000 Menschen erschossen werden und etwa 250.000 angeschossen werden, die auch teileweise ein Leben lang zum Krüppel werden;
...wenn die Militärausgaben so hoch sind, dass die gesamte Infrastruktur verrottet;
... wenn 2.2 Millionen Menschen in den Gefängnissen sitzen, etwa 94 Millionen ohne Arbeit sind und etwa 46 Millionen nur noch mit Essensmarken überleben können;
...wenn ca. 22% der US-Bevölkerung nicht oder nur begrenzt lesen und schreiben können.
Kosten der Ausbildung tragen in Deutschland das Handwerk und die Industrie und die Welt beneidet uns um die Qualität der Ausbildung.
Auch Flüchtlinge erhalten eine Ausbildung in Handwerk und Industrie; es müssen nicht alle Akademiker werden.
Herr Friedmann, wer in einem Boot sitzt, das so morsch und brüchig ist, wie die USA, sollte nicht versuchen darüber zu philosophieren, was in 100 Jahren in anderen Ländern passiert; daher:
Note 6 für den Blödsinn den sie da prognostizieren.
Note 2 für Herrn Hanert, der sich die Mühe gemacht hat diesen Blödsinn einmal kurz zusammen zu fassen.

Viele Grüße aus Andalusien
H. J. Weber


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