»Aushandlungsprozess«

26.10.19

In einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ hat Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität, die „postmigrantische Gesellschaft“ erklärt. Ihre Ausführungen sind überschrieben mit: „Wir können sagen: Wer in Deutschland wohnt, ist Deutscher.“
In diesem Sinne folgt eine Reihe von Aussagen. So stelle sich in der „postmigrantischen Gesellschaft“ etwa die Frage: „Wer hat das Gefühl, bei diesem Aushandlungsprozess zur Gestaltung der pluralen Demokratie in den Hintergrund zu geraten?“ Dass sich Deutschland in einem „Aushandlungsprozess“ befindet, scheint festzustehen. Foroutan führt Artikel 3 des Grundgesetzes – Gleichheit vor dem Gesetz – an: „Dieses Versprechen gilt für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland … Also auch für Migranten!“
Mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte weiß die Wissenschaftlerin zu überraschen. Deutschland sei „nicht erst durch die Migrationsfrage plural geworden“. Dies sei es schon immer gewesen, sofern man nicht „den Homogenitätswahn der Nazis“ zugrunde lege. Deutschland, so Foroutan, „entstand aus 39 Fürstentümern. Die waren multireligiös, multisprachlich und multikulturell.“ Als historischer Gewährsmann für die Aussage, dass jeder, der hier wohnt, Deutscher sei, dient ihr ausgerechnet der 1848er-Abgeordnete Wilhelm Jordan – der seinerzeit von der „Überlegenheit des deutschen Stammes gegen die meisten slawischen Stämme“ sprach. Dies hat Foroutan offenbar übersehen.
Die Professorin führt weiter aus, dass „Fragen um Rechte, Positionen und Privilegien“ nicht nur Immigranten beträfen. „Ostdeutsche, Arbeiter, Landbewohner, Frauen etc.“, sie alle diskutierten sie gerade. Die „Ostdeutschen“ sieht Foroutan gern in einer ähnlichen Position wie die Immigranten. Die „obsessive Vorstellung, dass die zentralen Konflikte unserer Gesellschaft durch Migration hereingetragen würden“, will sie hinterfragen. Foroutan betont, „dass Migranten – völlig zu Recht – die gleichen Rechte einfordern wie die Etablierten“.
2001 habe die „Süssmuth-Kommission“ festgestellt: „Deutschland ist faktisch ein Einwanderungsland“. Damit sei die Politik „endlich in der Wirklichkeit angekommen“. Foroutan unterstreicht abermals: „Postmigrantische Gesellschaften sind Aushandlungsgesellschaften, da wird um Positionen und Privilegien gerungen … Die ehemals andere Seite ist nun mittendrin und will dazugehören.“
Integration sei nicht Bringschuld der Zugereisten, sondern „dauernde Arbeit einer Gesellschaft“. Zudem meint Foroutan, „wir reden zu viel von Migranten. Wir haben nicht verstanden, dass es um Demokratie geht.“
Online abrufbar ist das Interview mit dem Datum des 3. Oktober, dem „Tag der Deutschen Einheit“. Dem Duktus des Gesagten folgend, sollte man hinzufügen: seit 1997 in Deutschland zugleich „Tag der offenen Moschee“. Die „Frankfurter Rundschau“-Redaktion hat die Kommentarfunktion für diesen Beitrag abgeschaltet.    Erik Lommatzsch


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Kommentare

Siegfried Hermann:
26.10.2019, 12:39 Uhr

Die FR gilt als Sprachrohr der linksbunten Obermoral-
mültikülti-guudmenschen ganz im Sinne des toleranzlosen Kulturmarxismus. Die bunte Partei hat immer recht!
Gott sei Dank wird diese unselige Postille nur mit politisch korräkten Bakschisch (Katar, Soros) über Wasser gehalten und geht bald ins Nirvana über.
Frau Naika Foroutan ist wie der Name schon verrät Mix-Deutsche mit iranischen Vater und hat deren islamische Ehre geerbt. Von Deutsch fehlt da jede Spur.
Was Deutsch ist, ist ihr schlicht unbekannt.
Und die Bürger der DDR sind Mitteldeutsche.
Und der Geschichtsunterricht hat wohl in einer propagandistischen El Fatih-Moschee statt gefunden.
Das 1. Römische Reich Deutscher Nation hat Otto gegründet, 1806 von Napoleon faktisch aufgelöst und um satte 500 Jahre hat sich diese Frau vertan.
Die Märzrevolution von 1848 hat gar nichts gebracht.
Die endgültige Vereinigung zum Deutschen Kaiserreich war 1871.
Wobei außer "Fürstentümer" diese Frau glatt die Freien Hansestädte, und eine handvoll DEUTSCHE Königreiche und Grafschaften unterschlägt. Und 1871 sprachen ALLE Deutsch, haben alle eine DEUTSCHE Kultur gehabt und ALLE waren bis 1919 souveräne Deutsche Staaten.
Fazit:
Soviel gequirllte Scheixxe auf einen Haufen, das muss frau erst mal schaffen.
Mit Verlaub:
Warum wird so einer offensichtlich deutschfeindlichen und zum Himmel schreiend kompetenzlosen Frau eine Professorenstelle mit einen Gehaltsscheck vom über 6000 Euro plus x im Monat von MEINEN Steuergeld hinterher geworfen!!??

Mahlzeit!


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