Der Aufstand vor der Vertreibung

Der Westen verschweigt die Vorgeschichte des Vorgehens Myanmars gegen die muslimischen Rohingya

02.10.17
Politisch korrekte Darstellung von Moslems als Opfer: Demonstration für Rohingya in Rom Bild: Imago

Die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar sieht sich nach einem Aufstandsversuch im August verstärkter Verfolgung durch die Armee ausgesetzt.
Nach einigen Monaten Ruhe hatte Ende August im Westen der Republik der Union Myanmar eine neu gegründete Miliz der muslimischen Minderheit der Rohingya einen Aufstandsversuch unternommen. Sie verübten einen Überfall auf drei Polizeiposten an der Grenze zu Bangladesch. Dabei wurden neun Polizisten getötet. Bei Gegenangriffen der birmanischen Armee wurden mehr als 100 Angreifer getötet, die Armee riegelte Teile des Gliedstaates Rakhine ab. Eine massive Fluchtwelle setzte ein, in deren Verlauf bis zu 300000 staatenlose Rohingya, die in Myanmar als Bengalen bezeichnet werden, nach Bangladesch flüchteten. Die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die unter starker Kontrolle der myanmarischen Militärs steht, stellt die Rohingya als Terroristen dar.
Der Konflikt um die Staatsangehörigkeit der Rohingya schwelt seit der Unabhängigkeit Birmas und Indiens von den britischen Kolonialherren. Während sich in Indien die Nachfolgestaaten Indien und Pakistan entlang der Religionsgrenzen zwischen Muslimen und Hindus trennten, geschah eine solche Trennung an der Grenze zu Birma nicht. Eine große muslimische Minderheit verblieb auf birmanischem Territorium und große buddhistische Minderheiten verblieben auf dem Territorium von Bangladesch. Während in Bangladesch seit der Erlangung der Unabhängigkeit des Staates von Pakistan 1971 etwa drei Millionen Buddhisten ermordet wurden, ohne dass die Weltgemeinschaft daran Anteil genommen hätte, vermehrten sich die Rohingya im buddhistischen Birma auf heute zwei Millionen Angehörige. Dies ist der Hintergrund der Spannungen zwischen Myanmar und Bangladesch, dessen Spielball die Rohingya sind.
Dass sich die Rohingya bewaffnen würden, war abzusehen, immerhin gehört die Gewalt im Islam zum Wesen der Religion und diese hat zurzeit weltweit Hochkonjunktur. Die Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA), die sich zu den Angriffen auf die Polizeistationen bekannt hat, ist nach Angaben der International Crisis Group (ICG) 2016 von gut 20 Rohingya im saudi-arabischen  Exil gegründet worden. Sie gibt vor, eine klassische Aufstands-Armee zu sein, ihre Uniform ist jedoch schwarz wie die des Islamischen Staates (IS), der al-Kaida und aller radikalen Moslems weltweit. Aufgefallen waren auch die Bärte der ARSA-Krieger. Bezeichnenderweise boten al-Kaida und der IS auch gleich ihre Unterstützung für den Heiligen Krieg der Rohingya an.
Die Flüchtlingswelle, die Ende August eingesetzt hat, ist nicht die erste. Es gab bereits Ende der 1970er Jahre, Anfang der 1990er Jahre und vor zehn Jahren drei große Fluchtwellen von Rohingya. In den 1970er und 1980er Jahren waren die Rohingya in Bangladesch noch großzügig aufgenommen worden. Heute sind sie auch für Bangladesch Spielball politischer Interessen. Das demokratische Myanmar verweigert seine Staatsangehörigkeit den Rohingya, die sich auch mit ihrer dunklen Hautfarbe von dem Rest der Bewohner Myanmars unterscheiden und deshalb als Bengalen angesehen werden, die aus Bangladesch illegal nach Birma zugewandert seien. Im südostasiatischen Vielvölkerstaat sind die große Mehrheit der 55 Millionen Einwohner Buddhisten, lediglich vier Prozent bezeichnen sich als Muslime. Mit zahlreichen ethnischen Minderheiten und deren Rebellenverbänden hat Myanmars Führung in den vergangenen Monaten seit der Rück-kehr zur Demokratie einen Waffenstillstand vereinbart, mit den Rohingya nicht.    
    Bodo Bost

Unterschiede zwischen Buddhismus und Islam

Während der Buddhismus wie der Hinduismus jahrhundertelang auf geistige Eroberungen aus war, drang der Islam mit Gewalt in Asien ein. Bevor die Araber den Islam in der Mitte des 7. Jahrhunderts nach Zentralasien brachten, hatte der Buddhismus dort Jahrhunderte lang geblüht. Besonders vorherrschend war er entlang der Seidenstraße, auf welcher der Handel zwischen Indien und China verlief und die von beiden Ländern nach Byzanz führte. Über die Seidenstraße ist der Islam schon früh in urbuddhistisches Gebiet in Zentralasien und Vorderindien vorgestoßen. In Bamiyan, einer der heiligen Stätten des Buddhismus und Weltkulturerbe im heutigen Afghanistan mit seinen riesigen Buddha-Standbildern, die erst unter der Herrschaft der Taliban 2001 zerstört wurden, trat schon im 8. Jahrhundert der Herrscher zum Islam über. Bevor die Inder 1948 die Briten als Kolonialmacht vertrieben, hatten sie im 17. und 18. Jahrhundert die islamischen Mogulherrscher als Kolonialmacht vertrieben. Der Islam war in Zentralasien und in Indien über Jahrhunderte auch Kolonialmacht, was viele heute nicht mehr wahrhaben wollen, die den Islam und damit auch die Rohingya aus ideologischen Gründen nur in der Rolle der Unterdrückten sehen wollen.    B.B.


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Kommentare

Gotthelm Fugge:
7.10.2017, 14:05 Uhr

Soros mischt sich nicht nur in Ungarn, sondern auch sehr nachhaltig in die nationalen Belange und in die Souveränität von Birma ein!

Birma: Muslimische Rohingyas vs. der indigenen autochthonen Staatsangehörigen von Myanmar.

Bei den Rohingya handelt es sich um (illegale) Einwanderer aus Bengalen (Bangladesch), die bisher von der einheimischen Bevölkerung mehr oder minder (Man merke auf:) GEDULDET wurden.

Das reichte den Rohingya aber nicht, man wollte einen eigenen Islam-Muslimen-Staat innerhalb von Birma installieren.
Die Vertreter der Muslime forderten ein eigenes Gebiet in der ehemaligen Arakanregion und wollten nicht unter einer buddhistischen Regierung in einem Arakanstaat leben.

Die Buddhisten wollen wiederum als indigene autochthone Staatsangehörige auf keinen auch noch so kleinen Teil ihres Landes verzichten.

Nur sind die Rohingya in Birma einen Schritt weiter im Vergleich zu DE.
Ihre Dominanz folgt dennoch nach den uns hier in DE bekannten gleichen Proceduren.
Mehr und mehr verfestigte Parallelgesellschaften von Bildungsfernen, die zu abgeschotteten Scharia-Gegengesellschaften mutieren.
Das bekannte religiöse muslimische Leben wird in der breiten Öffentlichkeit ohne Gnade massiv und dominant ausgelebt (Siehe die Vergewaltigungen an Birmas Frauen, kommt einem irgendwie bekannt vor?) und die übermäßige Fertilität der Rohingya setzt dem ganzen die Krone auf.
Und sie verfügen NOCH zusätzlich über einen äußerst gewaltaffinen, brutalen militärischen Ableger, der ARSA (Arakan Rohingya Salvation Army), der maßgeblich von den ach so friedliebenden, religionstoleranten Machthabern in Saudi-Arabien mit modernsten Kriegsgerät unterstützt wird.

Die Crux des Ganzen:
Die schier am Wahnsinn grenzende Fertilität der Rohingya!

""Bangladesch ist beunruhigt über den Bevölkerungszuwachs in den Rohingya-Lagern, titelt "Channel News Asia" am 20. September: Bangladesch hat in seinen überfüllten Rohingya-Flüchtlingslagern eine Kampagne für Geburtenkontrolle gestartet, sagte ein Beamter am Dienstag (19. September) und befürchtete, dass ein Bevölkerungsboom die humanitäre Krise, die sich an der Grenze entfaltet, verschlechtern würde.
Familienplanungs-Teams wurden eingesetzt, um Beratung und Verteilung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln in seinen schlecht ausgestatteten Lagern zu gewährleisten . .. ""
Dieses Procedure sollte auch für den GESAMTEN afrikanischen Kontinent angewandt werden.

Ein endliches natürliches System (Erdteil) verfügt nun einmal über endliche Ressourcen (Flora, Fauna, mögliche landwirtschaftliche Anbauflächen, Fischgründe, Bodenschätze, etc.), das müsste selbst einer Grünen-Partei, die sich permanent und mit so unermüdlichen Enthusiasmus mit den natürlichen Bedingungen des Erdballs bis ins kleinste Detail auseinandersetzt (Klimaerwärmung, CO2-Ausstoss, Feinstaub, usw.) und diese uns immer noch genauer, besser, tiefgründiger erklärt, langsam dämmern
(Vgl.: Re-Kolonisierung / Warum die Weißen nach Afrika zurückkommen sollen / Wolf Lepenies / Veröffentlicht per 06-08-2013).

Die hier in DE gewohnte unendliche Toleranzbesoffenheit und eine bis zur Selbstverleugnung praktizierte Appeasement-Politik der "Eliten der Repräsentativen Demokratie" gegenüber dem Islam wird dann auch von den im sprichwörtlichen Sinne "friedliebenden" Buddhisten Birmas entschieden abgelehnt.

Und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und auch Hr. Soros (Das ist der seligmachende Heilsbringer der großen UN-Umvolkungs-bemühungen und -aktivitäten des UN-Relocation-Resettlements, immerhin geht es in Birma um gewaltige geozentrale Machteinflüsse) mischen sehr fleißig mit.
Vor allem und immer im Namen (aber mehr unter dem Deckmantel) der Hilfsbedürftigen.

Wer verbirgt sich eigentlich hinter dem nebulösen UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR?
Wer sind ihre Hintermänner und was sind deren Ziele?
Was sind das für bereits installierte gesetzliche, "international verbindliche Verpflichtungen zu Relocation / Resettlement", die von den Politik-Oberen in DE zu Lasten besonders seiner indigenen autochthonen Staatsangehörigen eingegangen wurden und deren Umsetzung man immer so beschwört?

Hier wird massiv und ohne Befragung und Zustimmung der Wähler in die wirtschaftliche, soziale und insbesondere kulturelle Souveränität von DE eingegriffen, es werden gewaltige, hochbrisante gesellschaftliche Experimente ungeheuren Ausmaßes vom Zaun gebrochen, die im Binnenland irreversible gesellschaftliche Verwerfungen nach sich ziehen.
Nichts mit Einflussnahme eines Staatsvolkes und Wählerwillens in dieser so entscheidenden nationalen Frage.

Merkel:
Volksbegehren, selbst gewichtete Volksentscheide im Rahmen einer direkten Demokratie zwischen den Wahlen fürchtet sie wie der Teufel das Weihwasser.
Merkels Originalaussage:
"Volksentscheide auf Bundesebene, da ist MEINE Haltung gefestigt.
Diese möchte ICH unter KEINEN Umständen!"

Die Lügenpresse sitzt jetzt schon mit hechelnden Atem in den Startlöchern und wird uns demnächst broadcast-mäßig mit den bereits bekannten bösen, schrecklichen Kinderkulleraugen-Bildern und den mehr als einseitigen tendenziösen Artikeln fluten.

Wetten dass: Von einem Soros wird man in diesem politisch-medialen Kartell in DE absolut nichts zu lesen bekommen.


Th. Nehrenheim:
5.10.2017, 14:42 Uhr

Gewalt gehört im Islam zum Wesen der Religion.

Das ist leider sicher richtig, doch zu einer Religion gehören auch die Menschen und diese sind in Arabien andere als in Zentralasien. Den Zentralasiaten - im Artikel ist die Rede von den Völkern entlang der Seidenstraße, an deren Ende die Uiguren ebenfalls islamisch sind - sind im Umgang mit Religion viel pragmatischer. Wenn es ihnen hilft, dann nehmen sie eine andere Religion an. Nicht ohne Grund bestanden entlang der Seidenstraße viele verschiedene Religionen nebeneinander. Da muss man doch Unterschiede machen.

Erhellend ist für mich hier jedoch die Nachricht, dass eine kleine Gruppe in Saudi-Arabien (wieder einmal, wie im Sudankonflikt, wie beim IS-Staat usw.!) ausgebildet, ideologisch angespitzt und wohl auch mit Waffen und viel Geld ausgestattet der Auslöser gewesen ist. Während Europa und die USA für das Wohl der Menschen unabhängig von Religion zuständig, um nicht zu sagen verpflichtet sind, ist Saudi-Arabien mit einigen anderen Golfstaaten fast ausschließlich auf die Ausbreitung des Islam in der Welt aus, was wie eh und je mit Waffengewalt geschieht. Der Islam führt Krieg gegen alle anderen Religionen, heutzutage auch mit Hilfe der Bilder und Medien.

Dies sollte man auch bezüglich des Konfliktes zwischen moslemischen Gemeinschaften und hinduistischen einerseits wie auch dem im Süden Thailands andererseits berücksichtigen. Die (buddhistischen) Thailänder sind wohl eines der friedfertigeren Völker, nicht wenige sind auch Christen, doch mit dem Islam könne man nicht auskommen, heißt es dort.


Christian R.:
4.10.2017, 03:35 Uhr

Gerade weil sich die Rohingya sehr viel mehr vermehren als ihre Buddhistischen Konkurrenten hatte Burma ja klugerweise eine 2-Kind-Politik für die Rohinga verhängt. Es wurde damit begründet dass eine ungebremste Weiterausbreitung zu unweigerlichem Bürgerkrieg führen werde und eine 2-Kind-Politik auch den Rohinga selbst nützte um ihre Armut einzudämmen. Asiatischer Pragmatismus also.

Doch was macht die westliche Gutmenschen-Industrie ? Sogleich hagelte es scharfe Kritik von NGOs wie Human Rights Watch. Weltfremd und naiv wie immer, erkennen sie nicht die Grundsätze der Physik oder Psychologie an. Welches Volk möchte schon demographisch verdrängt werden ? Selbst die friedliebenden Buddhisten sagen hierzu NEIN. Denn wer Frieden will, der muss Bürgerkrieg vorbeugen.

Daher sind unsere Linken letztendlich alles andere als Friedensstiftend, führen doch auch sie eine Volksverdrängung bei uns herbei.


Marcus Junge:
3.10.2017, 00:48 Uhr

Jens Bartelt:

Das "Problem" hat einen Namen, ISlam. Und dieses Problem gibt es überall dort, wo der Islam neues Land besiedelt. In Birma versucht man ein neues Kosovo, einen neuen Libanon zu erschaffen. Einwandern, gewaltig vermehren, Terror / Krieg, Gebiet erobern, Ungläubige umbringen / vertreiben, Sieg. Also exakt die Zukunft der Alt-EU.


Jens Bartelt:
2.10.2017, 08:38 Uhr

Das erste was im Krieg stirbt ist die Wahrheit.

1945 kam wahrscheinlich ein Großteil der Rohingya(sunnitisch) ins heutige Myanmar (Burma). Die erste militärische Auseinandersetzung zwischen der burmesischen Armee und der Untergrundarmee der Rohingya endete 1950. Die Rohingya forderten eine Herauslösung ihres Siedlungsgebietes aus dem burmesischen Staatsterritorium, um einen eigenen Staat zu gründen. Ihr Versuch scheiterte. Niemand weiß was dort wirklich passiert ist, und wer ursächlich verantwortlich ist für die Gräuel. Klar ist, dass eine Mehrheit der buddhistischen Mönche keine Möglichkeit mehr sieht mit den Rohingya in Frieden zusammen zu leben. Ihrer Religion verpflichtet die Mönche, alles nur Mögliche zu tun, um zu verhindern das Menschen zu Schaden kommen, und doch scheint eine Mehrheit von ihnen an einen friedlichen Ausweg nicht mehr zu glauben. Wir dürfen auf keinen Fall der Frage ausweichen, ob nicht religiös motivierte Intoleranz, die eigentliche Ursache für diese Tragödie ist.


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