Die Gestaltlose

Das Phänomen Merkel entzaubert sich selbst — der Unmut wächst massiv

10.08.16
Ist es Gelassenheit − oder blanke Inkompetenz? Kanzlerin Merkel gibt Rätsel auf Bild: pa

Die Popularität von Kanzlerin Merkel stürzt dramatisch ab. Hat sie die Geduld der Deutschen endgültig überstrapaziert?


Von „Merkeldämmerung“, vom „sinkenden Stern“ oder dem nahen Ende der Ära der amtierenden Kanzlerin war schon öfter die Rede. Jedes Mal konnte sich die CDU-Chefin wieder erholen.
Mit ihrem Sommerauftritt vor der Bundespressekonferenz nach der jüngsten radikal-islamischen Terrorwelle hat sich Angela Merkel jedoch in einen Abwärtsstrudel manövriert, der tatsächlich in ihr politisches Ende münden könnte.
Das hat gravierende Gründe: Nach den Anschlägen hat ein Gefühl von Bedrohung und Schutzlosigkeit um sich gegriffen, das nach energischem Regierungshandeln ruft. Denn dazu sind Staaten, sind Regierungen und ihre Organe — vor allem anderen — da: zum Schutz ihrer Bürger. Aus der Erfüllung dieser Pflicht leiten sie ihre Berechtigung ab, Macht auszuüben.
Merkel hat diesen Schutz für unnötig erklärt, als sie unter Missachtung der Gesetze die Grenzen öffnete für mehr als eine Million Menschen. Statt der staatlichen Pflicht zu folgen, sprach sie von der Notwendigkeit, „ein freundliches Gesicht zu zeigen“, und redete den Willkommens-beseelten Deutschen ein, alles werde gut.
Dann folgte mit Paris, Brüssel, Köln und schließlich den Anschlägen in Deutschland das böse Erwachen. Es wurde eben nicht gut. Und was sagt die Kanzlerin? Sie gibt sich bedrückt, deprimiert — aber was gedenkt sie zu tun? Dazu fiel Merkel, als sei nichts geschehen, nur wieder ihr „Wir schaffen das“ ein und ein paar dürre Hinweise auf irgendwelche „Pakete“, die man „auf den Weg gebracht“ habe. Derartiges hören die Deutschen schon seit einem Jahr, während die Grenzen ebenso offen bleiben wie die Frage, wie diese Menschenmassen jemals „integriert“ werden sollten. Wo doch selbst seit Jahrzehnten hier Lebende aus dem selben Kulturkreis auf einer Pro-Erdogan-Kundgebung in Köln gezeigt haben, dass sie kaum Interesse an Integration in Deutschland haben. Warum sollte bei Syrern, Irakern oder Afghanen alles besser laufen als bei Türken? Merkels Antwort am 28. Juli: „Wir schaffen das.“
Kommentatoren fragen sich angesichts dessen, ob Merkel nicht in Wahrheit der größte Bluff der jüngeren deutschen Politik-Geschichte ist. Vielleicht will sie nicht nur nicht gestalten, sondern kann es gar nicht? Von taktisch motivierten Hauruck-Entscheidungen (wie dem Atom-Ausstieg nach Fukushima) abgesehen hat sie in elf Jahren Kanzlerschaft das Volk lediglich ruhig gehalten. Aus eigenem Antrieb Zukunftsweisendes gestaltet hat Merkel nichts. Nun überträgt sie ihre eigene Gestaltlosigkeit auf das ganze Land und löst den deutschen Staat quasi auf, macht ihn zum Niemandsland, in dem jeder schalten und walten kann. Die Deutschen sollen das einfach hinnehmen. Die Stimmen mehren sich, die das nicht mitmachen wollen.     Hans Heckel


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Kommentare

Hans Schwab:
22.08.2016, 17:47 Uhr

Zur Merkels Flüchtlingspolitik:
Zwanzig renommierte deutsche Staatsrechtler angesehene Spitzenjuristen, aus den Bereichen Staats-, Verfassungs- und Verwaltungsrecht, darunter ein Richter des deutschen Bundesverfassungsgerichtes,kritisieren in einem neuen Buch Merkels Flüchtlingspolitik:
„Der Rechtsstaat ist im Begriff, sich im Kontext der Flüchtlings- welle zu verflüchtigen, indem das geltende Recht faktisch außer Kraft gesetzt wird", heißt es da.
Namhafte deutsche Staatsrechtler (u.a. Lehrstühle Bonn, Freiburg, Köln, Marburg, Tübingen, LMU) erheben Anklage gegen die Bundesregierung in nicht gekannter Schärfe.


Lothar Liedtke:
18.08.2016, 07:55 Uhr

Merkel macht das, was sie am besten kann. Aufträge ausführen und zwar skrupelos im erreichen des Ziels ,bzw der Vorgabe. Genau so, wie sie es als FDJ Funktionär gelernt hat.
Die Parteibeschlüsse hat sie sicherlich ihrer FDJ Gruppe genauso verkauft, wie sie das heute mit ihrer Politik im Parlament und schliesslich mit dem Deutschen Volke macht.
Es ist das gleiche Schema, „das ist jetzt alternativlos, das müssen wir jetzt machen, und wenn ihr alle schön mit macht was ich sage , dann wird es auch nicht so schlimm werden“. Wenn ihr euch aber weigert, gibt es Ärger, dann wird alles noch viel schlimmer und wer weiss was dann noch alles kommt, ich kann dann nichts mehr für euch tun.“ So hat die FDJ Gruppe schliesslich alles „abgenickt“, auch um Ruhe zu haben. Merkel konnte Vollzug nach „Oben“ melden und wurde belobigt. Ihr Ansehen stieg und es ging weiter wie vorgegeben.
Die so agitierten haben sich der Hoffnung hingegeben, die „Angela“ hat das gut gemacht, es wird schon nicht so schlimm werden. Das ging so lange gut , bis alle gemerkt haben das sie nur noch belogen werden, auch von der „lieben Angela“. Dann ist man auf die Strasse gegengen, das Ende ist bekannt.


Eberhard Schulz:
12.08.2016, 13:29 Uhr

Nun, ich habe hier in den Kommentaren mehrfach den makabren Ausspruch Merkels "Wir schaffen das" gelesen. Als Fan insbesondere amerikanischer TV-Serien stelle ich fest, daß in fast jeder Staffelfolge egal welcher Serie eben dieser Spruch permanent in Deutsch gesprochen wird. Das ist optimale Gehirnwäsche.


bernd jonetat:
11.08.2016, 18:11 Uhr

Merkel muss deutsche hassen. wahrscheinlich hat sie, genau wie die antifa die falschen/gefälschten Geschichtsbücher gelesen und glaubt an ein nazigen, dass ausgemerzt oder egal mit was, verdünnt werden muss. Aufklärung: in fast jedem land dieser erde, wäre, mit den gleichen Anführern, unter gleichen Bedingungen das gleiche geschehen.ES GIBT DAS BÖSE DEUTSCHE NICHT, aber ihr schafft es, das wir deutsche böse werden und dann sagt ihr: seht ihr wir hatten recht.


Hans Meyer:
11.08.2016, 09:54 Uhr

So etwas kommt eben dabei heraus, wenn man seine eigenen Gesetze und Zugangsvoraussetzungen zu einem Amt nicht einhält.(jeder Hofkehrer im öffentlichen Dienst braucht eine Sicherheitsüberprüfung, bei Mutti und Gauck war die offenbar entbehrlich!!!) Die Frau führt Deutschland in den Bankrott, im Auftrag zweifelhafter "Freunde".
Und dieser unser Parteienfilz macht da mit. Eine Reform hilft da nicht mehr...


Hans-Joachim Nehring:
11.08.2016, 08:23 Uhr

Sagen wir es doch ehrlich. Wir haben das von Merkel und Co regierte Einheitsparteien -System satt. Der Bundestag wurde zur Volkskammer der DDR runtergewirtschaftet. Eine echte Opposition gibt es nicht. Hier haben die Claudia Roths und die Özdemirs das Sagen. Dazwischen quaken noch einige rote Genossen.
Das hat uns die ehemalige FDJ-Sekretärin gebracht. Multi -Kulti und Willkommenskultur: Nein Danke, das brauchen wir nicht. Wir wollen ein Deutschland in Frieden und Freiheit. Den Sozialismus hatten wir bereits, es hat wirklich gereicht.


Dietmar Fürste:
11.08.2016, 08:22 Uhr

Es ist unwahrscheinlich, dass die Kanzlerin in den letzten Jahren überhaupt irgend eine Entscheidung getroffen hat, ohne sich vorher mit dem Netzwerk der NGOs hierzulande, darin besonders den Atlantikern, und natürlich mit ihrem eigentlichen Dienstherren und dessen Hintermännern in Washington abzustimmen, (siehe Kanzlerakte).

Undenkbar scheint auch, dass sie ihre so zustande kommenden "Beschlüsse" jemals ohne vorherige, sorgfältige Abstimmung mit Koalition und Opposition gefasst und eigenmächtig wie eine Regentin gehandelt hätte. Dieser falsche Eindruck ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass sie bisher zwar jeden ihrer Kritiker weggebissen hat, aber hinter den Kulissen selber auch nur an den Fäden von viel mächtigeren Puppenspielern hängt.

Nichts geschieht in der Politik zufällig, spontan oder ungeplant. Das gegenwärtige Potential an politischem Sprengstoff in Nah- und Mittelost wird nur noch durch die Umklammerung Russlands durch die NATO und die anhaltenden Spannungen in der Ukraine übertroffen. Auf einen Beitrag Merkels und der Bundesregierung, in dieser Situation vermittelnd und ausgleichend, friedensstiftend und konstruktiv zu wirken, wird man auch in Zukunft vergebens warten.

Auch ihre Diplomatie wird im Ausland daran gemessen, wie die BRD den Befehlen des NATO-Oberkommandos folgt und damit jeden Ansatz einer glaubhaft eigenen Außenpolitik in diesem Sinne schon im Ansatz entwertet. Der Schwanz kann nun mal nicht mit dem Hund wedeln.


Hans-Joachim Nehring:
10.08.2016, 16:31 Uhr

" Aus eigenem Antrieb Zukunftsweisendes gestaltet hat Merkel nichts. " So ist es in der Tat und immer mehr Deutsche erkennen dieses wohl.
Abrupte Energiewende, Eurorettung um jeden Preis, sogenannte Flüchtlingspolitik mit offenen Grenzen ohne Obergrenze und Türkeideal gingen voll in die Hose. Jede einzelne Maßnahme hätte zum Rücktritt der Bundeskanzlerin führen müssen. Rücksichtslos bekämpft Merkel Politiker, welche gemäßigte konservative Auffassungen vertreten und hat aus der CDU eine Partei gemacht, welche zum Speichellecker von Rot-Grün avanciert sind. Nur die CSU allein hält im Deutschen Bundestag noch konservative Werte aufrecht. Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin Anfang September 2016 werden den etablierten Parteien zeigen, wohin der Hase läuft. Es ist keine Frage, Merkel hat abgewirtschaftet. In Vorpommern, dem Armenhaus in Deutschland, treten die Protestwähler an, um den etablierten Parteien eine schmerzhafte Niederlage zu bereiten. Es ist an der Zeit, denn neue Alternativen braucht unser Land.


Hein ten Hof:
10.08.2016, 15:27 Uhr

Das Bild zum Artikel, dieses Bild!! Heute Nacht werden mich Alpträume plagen, schweissgebadet werde ich aufwachen, und ich Blödmichel vergrössere das auch noch!!

Zu dieser Frau, die immer so tapfer/blödsinnig die einstudierte/Pattex Raute macht oder besser zu ihrem Wirken: Sie macht sicher einen hervorragenden Job, dummerweise nicht für uns, für das deutsche Volk. Darf man noch Volk sagen?

Wie heisst es in bestimmten Fällen so schön, cui bono, wem nutzt das. Das werden wir erfahren wenn sie sich verabschiedet, irgendwann, vielleicht zeigt sich dann ihr wahrer Arbeitgeber. Den Bhai Brit Orden hat sie ja schon erhalten, vielleicht gibt es noch einen schöneren und ein besserer Posten wird ihr sicher auch zugeschanzt. Dann muss sie nicht unbedingt irgendwo "versauern".

Deutschland ist mal wieder zur Plünderung freigegeben. Die sog. Flüchtlinge sind die neuen Besatzer, so treten sie auf und so werden sie durch Legislative, Judikative und Exekutive allerorten bevorzugt behandelt.

Beinahe könnte man an Churchill denken der da sagte: "Arbeit, Leben und Eigentum aller Deutschen unterstehen der vollen Verfügungsgewalt der alliierten Siegermächte". Das wurde m.W. nie widerrufen und mit Syrien befindet sich Deutschland gem. Feindstaatenklausen der UNO seit dem 26.02.1945 im Kriegszustand.
Das ist krass Alter.


Jürgen Umfahr:
10.08.2016, 14:54 Uhr

Nachdem die Räterevolutionen 1918/19 es nicht geschafft haben, Deutschland nachhaltig zu bolschewisieren und für die Weltrevolution einzuspannen, nachdem dies auch Thälmanns KPD und seinen roten Rollkommandos, instruiert und finanziert aus Moskau, nicht gelungen ist, haben sich die Kräfte der Weltunterjochung etwas Neues einfallen lassen:

Ein scheinbar ganz liebes, richtig deutsch wirkendes, mütterliche Sehnsüchte bedienendes Fräuleinchen mit blond gefärbten Haaren wurde ausersehen zur Vollstreckerin der Balkanisierung Deutschlands und endgültigen Abschaffung des deutschen Volkes. (Nicht vergessen: "Germany must perish!", wie es ja unsere Freunde nennen.) Fast ist es bereits vollbracht. Dann ist dieses Land mit seinen erfolgreichen Erbauern und Kulturträgern für alle Zeiten von der Landkarte gestrichen.


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