Sich selbst entlarvt

Was Heiko Maas’ Zustimmung zu Herbert Grönemeyers Diktatur-Rede offenlegt

18.09.19
Beifall für totalitäre Abwege: Sänger und Polit-Aktivist Herbert Grönemeyer Bild: imago images/Stefan M Prager

Außenminister Maas beglückwünscht linken Sänger zu einer fanatischen Rede im NS-Stil während eines Konzerts in Wien.

Die Szene jagt vielen Beobachtern einen Schauer über den Rücken: In einer riesigen, düsteren Halle schreit der Sänger Herbert Grönemeyer in eine euphorisierte Masse von Tausenden: „Wenn Politiker schwächeln ..., dann liegt es an uns, zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat ... Keinen Millimeter nach rechts!“ Dann erhebt sich ohrenbetäubender Jubel.
Die Stimme des Sängers steigert sich zum Ende in eine fanatische Hysterie, die selbst den linken Dramaturgen und Autor Bernd Stegemann an Auftritte von NS-Größen erinnert. Auch der Text passt dazu: Hier will also jemand „diktieren“, wie unsere Gesellschaft „auszusehen hat“. Die Wortwahl enthüllt die antifreiheitliche, totalitäre Gesinnung des Schreihalses, daran ist kein Zweifel. Wäre es indes beim völlig entgleisten Auftritt des Entertainers und dem rasenden Applaus seiner Fans geblieben, hätten viele die Sache abgehakt.
Doch dann beglückwünschte Außenminister Heiko Maas (SPD) Grönemeyer offen zu dessen Kampfansage, und zwar ausgerechnet mit den Worten: „Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen. Danke an Herbert Grönemeyer und alle anderen, die das jeden Tag tun.“
Nichts stimmt hier. Wer „diktieren“ und dem anderen politischen Lager „keinen Millimeter“ mehr lassen will, der will weder Demokratie noch eine freie Gesellschaft. Er strebt stattdessen von beidem das genaue Gegenteil an: Diktatur und Gleichschaltung.
Entweder, Maas erkennt dies selbst nicht, oder er verfolgt bewusst Ziele, die diametral zu de­nen stehen, die er zu verfolgen vorgibt. Im Endeffekt ist diese Frage allerdings zweitrangig.
Die völlige Verwirrung der Begriffe steht im Wechselspiel zur Verwirrung des Denkens. Wo die Menschen aber nicht mehr zu unterscheiden vermögen zwischen Freiheit und Gleichschaltung, Demokratie und Diktatur, da ist den Feinden der freiheitlich-demokratischen Ordnung Tür und Tor geöffnet, denn niemand sieht die Feinde kommen.
Diese Verwirrung hat sich längst wie ein Virus ausgebreitet. Politiker warnen vor „Ausgrenzung“ und grenzen Andersdenkende erbarmungslos aus. Der „Toleranz“ wird das Wort geredet und gleichzeitig die Forderung erhoben, Oppositionellen jede Möglichkeit der freien Versammlung und politischen Betätigung zu entreißen. „Vielfalt“ wird zum Fetisch erhoben, wo abweichende Positionen faktisch verboten werden.
All das ist weit mehr als ein bloß theoretisches Problem. In der Geschichte war die Verwirrung der Begriffe immer eine der Hauptwaffen brauner Machtergreifer und roter „Revolutionäre“. Da drängt sich heute der Eindruck auf, dass der „Kampf gegen Rechts“ nur einem gewaltigen Ablenkungsmanöver dient.     Hans Heckel


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ mit einer Anerkennungszahlung.


Drucken


Kommentare

wolfgang fubel:
17.10.2019, 19:26 Uhr

Wer ist dieser schlecht singende Barde, mit seinen ganz passablen Texten in seinen selbst gewählten Kokong. Wenn Ihn seine Abgeschiedenheit, zu solch Verbalen Äusserungen treibt, zeigt mir das nur,seine Erbärmlichkeit
um seinen Bekanntheitsgrad dazu
zu nutzen, um sich mit Hysterisch überschlagender Stimme einen Meinungskeil in seine Zuhöhrerschaft zu treiben!

Einfach nur Erbärmlich!!


w. scholz:
19.09.2019, 03:52 Uhr

Nachdem ich vor Jahren ein Interview mit HG gesehen habe auf der er auf die Frage warum er in London lebe, geantwortet hat, weil ihn da keiner auf der Straße erkenne und anrede, war er für mich tot.
Wenn ein Prominenter nicht mehr erkannt werden will, soll er sein Gesicht aus dem TV nehmen und sich zurückhalten von jeglichem Mikro. - Aber NEIN die Kohle der dämlichen Fans ist hochwillkommen, nur belästigt werden von Fans will er halt nicht.
HG lebt übrigens in einem extra gesichterten 'Prominentenbereich', sozusagen ein Promi-Gulag. Da kann er auch keine Flüchtlinge aufnehmen weil die nicht reindürfen.
Aber wir in der BRiD sollen wohl die 60 Mio. aus Afrika aufnehmen (gelle HG), oder wenn es nach der UNO geht über 100 Mio.!!! Platz haben wir ja massig. Was braucht ein Mensch? 1qm zum stehen und 2,5qm zum liegen. Natur ist eh überschätzt deswegen schredern wir Insekten, Vögel und Fledermäuse mit Windrädern und Solarzellen werden so niedrig gebaut, daß keine Tiere darunter weiden können, aber dafür auch keine Diebe sich mit Leitern bei der Demontage abplagen müssen.


Arnold Schacht:
18.09.2019, 20:24 Uhr

Ich kann mich irren, aber wenn ich in die Masse der Leute sehe, meine ich, dass ein signifikanter Teil nicht klatscht und jubelt. Nur das merkt man beim Zuhören nicht. Die hätten pfeifen sollen, haben sich aber wohl nicht getraut.

Die Ähnlichkeit mit Goebbels Sportpalastrede ist wirklich frappierend, deshalb kann man das in diesem Fall wirklich so sagen, auch wenn ich sonst NS-Vergleiche nicht so schätze.

Die Totalitarität darf einen aber nicht wundern. Das ist doch das, was Marcuse den 68ern beigebracht hat: Größtmögliche Toleranz gegenüber linken Meinungen bis hin zum Gutheißen von Gewalttaten, aber größtmögliche Intoleranz gegenüber dem, was man für "Rechts" hält. Dass der Nationalsozialismus ein Sozialismus war (also eigentlich unter "Links" firmieren müsste) und kein Konservatismus, wird Herbert nie begreifen.

Nun ist Herbert Grönemeyer jemand, der im Radio gespielt wird und dessen Texte oft unpolitisch sind. Deshalb darf man nicht unterstellen, dass alle, die zu seinen Konzerten gehen, seine politische Meinung teilen. Selbst bei den Toten Hosen ist das so. Gerade deshalb habe ich versucht, wahrzunehmen, wie viele nicht gejubelt haben.

Ich frage mich auch, ob Diktator Herbert in 20 Jahren auch den Moslems westliche Lebensweise diktieren wird.


Claus Reber:
18.09.2019, 14:48 Uhr

Es ist schon erschreckend, was sich hier ein in die Jahre kommender Schlagersänger auf der Bühne erlaubt. Ich gehe ja in ein Konzert um Musik und nicht um mir politische Hetze anzuhören. Dürfen sich eigentlich AfD Wähler, die es ja sicher auch in dem Konzert auch gab, das Geld wegen Beleidigung zurückgeben lassen? Denn gegen genau diese Leute und diese Partei ziehlt ja seine Hetze. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Grönemeyer seine "Hasstriaden" auf der Bühne von sich gibt. Jeder Künstler darf seine politische Meinung haben, aber auf der Bühne hat die nichts zu suchen. Sonst muss er die Veranstaltung unter einem politischen Abend mit Musikeinlagen verkaufen. Ob dann allerdings noch viele bereit sind die üblichen relativ hohen Preise für den Eintritt zu bezahlen, ist fraglich. Ich würde für so ein Konzert keinen Cent ausgeben.


Franz Familienname: Daiber:
18.09.2019, 14:16 Uhr

Der Reichsdeutsche sagt;
solange diese Plutokraten , Faschisten und Bolschewiki hier in der Verwaltung und Treuhänder der Treugeber der Bananenrepublik BRVD weiter an der Macht sind können die Alliierten und der, der NWO"S weiter schalten und walten wie sie wollen.
Gottseidank hoffe ich im Glauben Gottes das dieser Irrsin bald am Ende ist !!!!!!!!!


Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld
*
*
*

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz


*
 

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag.
Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!

 
 

Die Preußische Allgemeine Zeitung – die deutsche Wochenzeitung für Politik, Kultur und Wirtschaft. Die PAZ spricht eine geschichtsbewusste Leserschaft an und vertritt den Gedanken einer deutschen Leitkultur. Preußisch korrekt statt politisch korrekt – die PAZ berichtet über Themen, die andere Wochenzeitungen lieber verschweigen. Unsere preußisch-wertkonservative Berichterstattung bietet Ihnen einen ungeschönten Blick auf das Zeitgeschehen und Woche für Woche Orientierung in der Flut oft belangloser Nachrichten. In ihren Kommentaren legt die PAZ den Maßstab preußischer Tugenden im besten Sinne an. Abonnieren auch Sie die Preußische Allgemeine Zeitung und lesen Sie wöchentlich tiefgründige Berichte von A wie Ahnenforschung, über B wie Bismarck, O wie Ostpreußen in Geschichte und Gegenwart, W wie Wochenrückblick bis Z wie Zweiter Weltkrieg. Kritisch. Konstruktiv. Klartext für Deutschland.