Studenten protestieren in Frankreich

07.12.19

Die Gelbwesten-Bewegung spielt in Frankreich kaum noch eine Rolle. Seit einigen Wochen gehen dafür die Studenten vermehrt auf die Straßen – und auch auf die Barrikaden. Auslöser ist der Tod eines 22-jährigen Studenten. Um gegen die soziale Unsicherheit zu demonstrieren, zündete er sich in Lyon selbst an. Der Mann hatte kurz zuvor sein Stipendium verloren. In zwei Anläufen war es ihm nicht gelungen, das zweite Jahr erfolgreich zu absolvieren, beim dritten Versuch wurde ihm das Bafög gestrichen. Seitdem gehen Studenten unter dem Schlagwort „soziale Unsicherheit tötet“ auf die Straße, es kam teilweise zu heftigen Ausschreitungen. Der frühere sozialistische Präsident François Hollande wurde kürzlich an einer Lesung gehindert. Studenten beschimpften ihn als „Mörder“ und zerrissen Seiten aus seinem neuen Buch.

P.E.


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Kommentare

Siegfried Hermann:
8.12.2019, 11:03 Uhr

Was "neu" an diesen Demonstranten (egal aus welcher sozialen Schicht) ist, dass weder systemtreue willfährige Gewerkschaften, noch "Studenten-Verbände", erst recht nicht Parteien diese führen und völlig die Kontrolle darüber verloren haben.
Das könnte noch eine Eigendynamik entwickelt, die die bisherigen Funktionseliten das fürchten lehrt und fortspült!

btw Bafög
Meine studierende Söhne kennen KEINEN einzigen Studienkollegen, wo das Bafög ausreicht (außer Hotel Mama), ohne Nebenjob aus zukommen.


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