Wieder ein voller Erfolg

Brandenburg lockt mit landesweitem Musikfestival und der »Landpartie« Tausende Besucher an

29.07.18
Landleben näherbringen: Ein alter Hanomag-Trecker im märkischen Philadelphia südöstlich von Berlin Bild: pa

Auf den Spuren des erfolgreichen „Schleswig-Holstein Musikfestivals“ lockt auch Brandenburg seit 1990 mit einem eigenen, landesweiten Musikfest. Dabei braucht man sich hinter dem Vorbild aus dem Norden beileibe nicht zu verstecken. Die Menschen strömen zu Tausenden in die Veranstaltungen, auch in diesem Jahr. Parallel soll die „Landpartie“, die Menschen für die bäuerliche Wirtschaft begeistern.

Zwei Veranstaltungsreihen locken auch in diesem Jahr Tausende Besucher in die Dörfer und kleinen Städte Brandenburgs. Noch bis zum 9. September läuft die Saison bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten, die mittlerweile seit 1990 stattfinden.
Bühne für das Festival mit klassischer Musik sind historische Orte in Brandenburg und Berlin. Bereits einen festen Platz auf dem Spielplan des Musikfestes haben das Kloster Chorin, die Kammeroper Schloss Rheinsberg, Schloss Neuhardenberg und das Kloster Neuzelle.
Im Renaissanceschloss von Königs Wusterhausen trat bereits Anfang Juli die Violinvirtuosin Midori auf. Der Weltstar aus Japan spielte am Lieblingsort des Soldatenkönigs Sonaten von Mozart und Schubert. In Paretz, der Sommerresidenz von Königin Luise und Friedrich Wilhelm III., standen im Juni das kanadische Rolston String Quartett und der Pianist Florian Glemser mit Werken von Haydn und Beethoven auf der Bühne.
Als Veranstaltungsort zum ersten Mal dabei war auch eine Werkhalle im einstmals größten Braunkohleveredlungswerk der Welt im südbrandenburgischen Ort Schwarze Pumpe. Hier führten die Jazzsängerin Angelica Weitz, die Sängerin Katherine Mehrling von der Komischen Oper Berlin und das Filmorchester Babelsberg Musik aus den James-Bond-Filmen auf. Erstmals in diesem Jahr hatten sich die Sommerkonzerte auch ein Partnerland gesucht. In ausgewählten Konzerten wollen die Veranstalter in diesem Jahr die musikalische Vielfalt Russlands darstellen. So präsentierte der Pianist Boris Spasski in Wünsdorf, dem ehemaligen Hauptquartier der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, Klavierwerke russischer Komponisten.
Die Sommerkonzerte umfassen mehr als nur die reine musikalische Veranstaltung vor geschichtsträchtiger Kulisse. Den Besuchern der Konzerte wird immer ein Kaffee- und Kuchenbuffet geboten, ebenso Literaturlesungen und Stadtführungen, aber auch Spaziergänge in der Natur. Dieses Konzept findet seit 28 Jahren großen Anklang. Die Veranstalter verkaufen jedes Jahr mehr als 20000 Karten.
Wie das Musikfest hat sich mittlerweile auch die „Brandenburger Landpartie“ als Veranstaltung fest etabliert. Die diesjährige 24. Ausgabe fand am 9. und 10. Juni statt und lockte Tausende Besucher aufs Land. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 250 Bauernhöfe, Hofläden, landwirtschaftliche Betriebe, Vereine und Dorfmuseen teil. Ziel der Veranstalter ist es, den zumeist städtischen Besuchern einen Einblick zu geben, wie Lebensmittel produziert werden.       Norman Hanert


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